...noch nie zuvor haben wir soviel gutes feedback bekommen, wie für unsere Idee eine Weltreise zu machen. Egal ob Freunde, Familie oder die Apothekerin-jeder sagt in etwa das Gleiche "Mach das!" :)
Also machen wir es einfach!
Und für alle, die miterleben wollen wie es uns in den nächsten 8 Monaten so ergeht, der kann es hier mitverfolgen.
Wir werden euch an unserem Abenteuer teilhaben lassen und viele schöne Fotos machen
(damit ihr auch was zum Gucken und neidisch sein habt ;))
Viel Spaß beim Mitlesen und Kommentieren!

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unsere Route in Bildern

Mittwoch, 30. Mai 2012

wir haben ein knall! blaues Cabrio!

Nachdem wir nicht die ganze Zeit unter Wasser bleiben konnten, haben wir uns gedacht, wir schauen uns mal die Insel an. Das geht hier auf Cozumel am besten mit einem eigenen Auto. Und da man ein normales Auto ja überall mieten kann, haben wir uns entschlossen, ganz Mexico-like, etwas anderes zu mieten.
Nämlich einen VW Käfer und weil wir in der Karibik sind, einen VW Käfer Cabrio.

Alles klar. Geschmeidiges 4-Gang-Getriebe, Lenkung wie beim Go-Kart. Motor im Kofferraum und Bremsweg von gefühlten 200m bei 10km/h :)
Wir mussten dem Vermieter erstmal vorführen, wie wir vorwärts und rückwärts fahren und dann durften wir los. Mit 40 Sachen quer über die Insel. Zum Glück ist die nur 17km breit und so waren wir nach 30 Minuten schon wieder am Meer. Diesmal auf der felsigen, rauen, aber auch menschenleeren Ostküste.

Dort haben wir nach 10 Minuten den ersten Badestop gemacht und nach weiteren 5 Minuten den zweiten etwas längeren Badestop. Wirklich schwimmen konnte man aber nicht, weil die Wellen einfach zu hoch und die Strömung zu stark war.

Nach 2 Stunden Strand hat uns dann der Hunger in das nächste Strandlokal getrieben. Das Wetter war bis dahin einfach nur super gut und wir haben eigentlich an nichts schlechtes gedacht. Ganz im Gegenteil. Wir haben unser Handtücher im Auto gelassen, damit sie schnell in der Sonne trocknen. Nachdem wir gegessen haben, sind auf einmal vom Meer richtig dicke Wolken gekommen. Haben dann schnell gezahlt, das Faltdach angeknöpft und sind ins Auto und wieder mit 40km/h auf die Strasse.
Dort hat uns dann nach kurzer Zeit ein 4Wheeler ohne Dach mit ca. 100km/h überholt. Nach 30 Sekunden hat es so unglaublich heftig zu regnen angefangen, dass ich erstmal an den Strassenrand gefahren bin, weil wir dachten, das Faltdach fliegt uns weg. Während wir da so standen, kam auf einmal der 4Wheeler wieder vorbei. Die zwei Leute drin waren pitsch nass und die Fahrerin hat ihren Kopf links neben die Windschutzscheibe gestreckt, weil sie auch keinen Scheibenwischer hatten :D

Wetter vorm Essen
Wetter nach dem Essen
 Der Regen hat dann wieder etwas nachgelassen, aber an Strand bzw. Nationalpark, den wir eig noch anschauen wollten, war nicht mehr zu denken. Also sind wir weiter auf der Strasse wieder Richtung San Miguel. Nach 15 Minuten Fahrt habe ich dann gebremst, weil eine Schildkröte über die Strasse "gerannt" ist. Konnte zum Glück noch früh genug bremsen. Julia hat sie dann gepackt und sie über die Strasse getragen. Sie hat sich zwar heftigst gewehrt, aber Julia war stärker :) Leider haben wir aufgrund der Verkehrssituation in der Eile kein Foto machen können. Trotzdem wars geil.

In San Miguel angekommen haben wir uns entschieden, am nächsten Tag noch mal tauchen zu gehen. Unter Wasser ist die Insel dann doch um einiges schöner.
Also Volker angerufen, der das Boot klar gemacht und für den nächsten Tag Treffpunkt vereinbart.
Volker und Roger

Diesmal waren wir auf einem anderen Boot. Auf diesem Boot waren ein paar mehr Leute. Allerdings waren wir mit ca. 20 Jahren abstand die Jüngsten. Wir hatten ein bisschen das Gefühl, als wäre Cozumel so das Rückzugsgebiet für gealterte Divemaster. Aber egal.

Das erste Tauchgebiet war "Palancar Gardens". Das zählt wegen seiner Korallen und Höhlen zu einem der schönsten Tauchgebieten der Welt. Schön wars dann auch wirklich. Es gab zwar nicht so viele Fische, aber die Korallen waren doch sehr beeindruckend. Unsere Luft hat wieder mal für unglaubliche 65 Minuten gereicht. Mir war dann aber unter Wasser irgendwann wirklich Arschkalt. Eigentlich unglaublich bei 29 Grad :)
Pause haben wir dann an Land gemacht. Dort haben wir Pfauen am Strand gesehen :) Auch mal eine tolle Abwechslung.
Mittagessen


Der zweite Tauchgang war dann am San Francesca Riff. Auch das war sehr schön. Diesmal wieder mehr Strömung. Aber auch diesmal tolle Korallen und wir haben sogar zwei kleine Rochen gesehen. Ausserdem einen Schwarm Doctorfische (Dori aus Nemo :)) Unsere Tauchzeit war auch diesmal 60 Minuten.

Also auch diesmal haben sich die Tauchgänge echt gelohnt. Aber leider wars dass jetzt wirklich mit tauchen auf unserer Reise. Insgesamt sind wir 13x rausgefahren und waren 26x unter Wasser. 6x in Ko Tao, 4x in Koh Chang, 2x in Neuseeland, 2x auf Hawaii, 6x in den Cenotes und 6x auf Cozumel.

Am nächsten Tag gings mit der Fähre um 7 Uhr nach Playa del Carmen und von dort nach Cancun Airport. Von dort mit 2h verspätung nach Mexico City und nachdem wir 1h auf unser Gepäck und dann 1h auf das Taxi gewartet haben sind wir gut im Hotel in Mexico City angekommen.

Samstag, 26. Mai 2012

Tauchen auf Cozumel

... und weils so schön war beim Tauchen sind wir am Tag danach gleich nochmal gewesen.
Die Aussicht auf ein 60m langes Wrack hat uns irgendwie dazu bewegt :) Aber dazu später.
Zuerst sind wir bei der Rückfahrt beim zweitgrössten Kreuzfahrtschiff der Welt vorbeigekommen, das gerade vor Cozumel ankert.

Zuerst haben wir am Abend nach dem ersten Tauchtag ein super gutes Restaurant gefunden und dort sehr leckere Steaks gegessen. Am Abend gabs dann sogar noch Sonnenuntergang über dem Meer!! obwohl wir ja an der Ostküste sind. Inselleben machts möglich :)

Am nächsten Tag also wieder um 7 Uhr aufgestanden und um 9 Uhr aufs Boot.
Der erste Tauchgang war dann auch sehr schön. Gleich nach dem Abtauchen kam ein Stachelrochen vorbei. Dann gabs auch gleich noch eine echte Karettschildkröte zu bestaunen. Das Riff selbst war aber auch sehr cool. Viele Langusten uns Fischschwärme.


Vom Sandboden mit leichten Hügeln bis zum steinigen Riff mit Höhlen und Gängen war alles dabei.
Nach ca. 40 Minuten kam uns dann ein Ammenhai entgegen. Das war dann auch echt lustig, bis sich das Ding umgedreht hat und direkt auf uns zugeschwommen ist ... ja. Uns ist mal kurz das Herz in die Hose gerutscht, aber dann hat sich der Hai wohl eingesehen, dass wir doch etwas zu gross sind und ist wieder weiter. Allerdings nicht weit. Er ist nämlich an einem Stein liegen geblieben und hat Jagd auf Langusten gemacht. Super Erlebnis das zu beobachten.
Nach einer Tauchzeit von 66 Minuten gings wieder hoch.

Nach 1 1/2 Stunden Pause mit super leckerem Essen gings dann endlich zum Wrack. Das Schiff ist ein ehemaliges Minensuchboot und wurde vor 10 Jahren kontrolliert vor Cozumel versenkt. Beim letzten Hurrikan ist es in der Mitte gebrochen und es wurde noch mal um 15m an seine jetzige Stelle versetzt.
Der Tauchgang war wirklich sehr beeindruckend. Wir sind dirket am Bug runter und erstmal am Schiff entlang bis zur Schiffsschraube. Ein riesiges rostiges Ding! Dann einen ganze Runde ums Schiff und dann ins Schiff rein. Mannschaftsräume, Toiletten und in den Maschinenraum. Alles total überwachsen. Im Maschinenraum haben wir dann eine riesige King-Crab gesehen. Vor der hatten wir echt Schiss. Die Scheren waren riesig.
Dann gings die Treppe hoch :) und wieder raus. Immer aussen ums Schiff rum hoch zur Kommandobrücke.
Von dort aus gings dann nach 54 Minuten wieder nach oben und aufs Boot.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Immer noch Tulum


Nachdem wir zwei Tage nur am Strand waren war das Ohrenproblem auch schon wieder geregelt.

Die Zeit haben wir uns zusätzlich mit den Maya Ruinen in Tulum vertrieben. Die Ruinen sind im Allgemeinen nicht so geil, weil sie einfach verdammt klein sind und alles sieht aus wie der Englische Garten. Allerdings ist die Tatsache, dass die Dinger direkt am Karibischen Meer stehen, nicht ganz von der Hand zu weisen. :)

Drachen gibts hier auch

Das ganze macht die Ruinen dann schon ziemlich Einzigartig. Ausserdem konnte man direkt an den Ruinen Baden und da haben wir den „sexyiest Guy alive“ gesehen! :)
Auf jeden Fall ein "Top 10 Foto" dieser Reise :)

Am Samstag ist Julia dann noch einmal ohne mich tauchen gewesen. Ich wollte nichts riskieren und  habe noch einen Tag mehr gewartet.

Julia: Diesmal war ich nicht mit Hairo tauchen-der hat nämlich komischerweise eine Ohrentzündung, obwohl er noch vor 2 Tagen behauptet hat er kriegt das "nie"! :) Naja, aber die Vertretung Gosha, eine Polin war auch sehr nett und professionell. Mit dabei war noch Julia, die wir schon vom ersten Tag kannten. Wir sind diesmal ziemlich weit gefahren und als wir nach einer halben Stunde bei der geplanten Cenote ankamen, war sie gesperrt. Gosha hat uns dann erzählt dass dort vor 3 Wochen ein Pärchen mit ihrem Guide gestorben ist und noch Untersuchungen laufen wegen der Todesursache...Macht einem dann doch wieder bewusst wie gefährlich diese Sache doch irgendwie ist, wenn man sich nicht an die Grundregeln hält.
Die Ersatzcenote war dann nicht sooo toll, weil total überlaufen und die Halocline (die Schicht wo sich Süss- und Salzwasser treffen) dauernd in Bewegung war-die Sicht war also die meiste Zeit ziemlich "ölig". :)

Danach sind wir zu einer etwas offeneren Cenote gefahren, weil die andere Julia sich nicht so wohl gefühlt hat. Die hiess "Casa Cenote" und war voller Algen und am Rand mit Mangroven bewachsen. Das war schon ziemlich cool! :) Man konnte unter den Wurzeln der Bäume durchtauchen und die Algen haben dem ganzen irgendwie einen total merkwürdigen Touch verliehen. Ausserdem gab es blaue Krabben, die angriffslustig die Scheren gehoben haben wenn wir vorbeigeschwommen sind. Sah ein bisschen aus wie bei "findet Nemo". :)



Insgesamt wieder 2 sehr spannende Tauchplätze, auch wenn ich es schade finde, dass Matthias nicht mitkommen konnte.


Einen Tag später gings dann noch mal zusammen in die Höhlen. Erste Station war Cenotes Calavera bzw. Tempel of Doom. Klingt ziemlich gruselig, oder? 
Die Cenote an sich war echt nicht mehr als ein 5m breites Loch im Boden. Nicht so schön wie die Cenoten davor. 

Aber wir waren die einzigen Besucher. Unterwasser wars dann aber der Oberhammer. Das besondere an dieser Cenote ist, dass Süss UND Salzwassser zusammentreffen. Salzwasser ist schwerer als Süsswasser, deswegen kommt man erst nach ca. 8m in die Salzschicht. Man sieht den Übergang richtig. Es ist, als ob man von Wasser in eine Ölschicht taucht und dann wieder in Wasser. Total komisch. Wenn man dann im Salzwasser ist, spiegelt es sich wie an der Wasseroberfläche, aber wenn man hochtaucht, kommt eben keine Luft, sondern Süsswasser!!  Zudem ist das Salzwasser ca. 5 Grad WÄRMER als das Süsswasser. Man taucht also ab, sieht eine Schicht, taucht durch die Schicht und plötzlich ist es wärmer und man schmeckt Salz.
Unglaubliches Erlebnis und verdammt schwer zu beschreiben.
Die zweite Besonderheit dieser Höhle ist, dass das Salzwasser den Kalkstein anfrisst. Die Steine sehen wirklich aus wie abgeknabbert. Ausserdem haben wir Unterwasser viele Fossilien in den Steinen gesehen. 
Oben Süsswasser, unten Salzwasser


Nach diesem wahnsinns Erlebnis sind wir noch mal zur Gran Cenote gefahren. In der sind wir zwar schon mal getaucht, aber diesmal hat es aus Eimern geregnet, sodass die Cenote nicht ganz so Lichtdurchflutet war und der Weg durch die Höhle wurde auch etwas verändert. Also auch wieder toll mit den weissen Steinen. 


Ansonsten hat nun in Mexico wirklich die Regensaison angefangen. Auf unserer ganzen Reise hat uns ja dieser Zustand nie wirklich gestört, weil wir auf Koh Tao und Samoa Glück hatten, aber hier hat es uns leider total erwischt. Es regnet wirklich viel. Es ist zwar immer noch warm und der Regen ist auch richtig warm, aber am Strand liegen kann man leider derzeit garnicht.
Deswegen werden wir dieses Paradies schweren Herzens verlassen. Wollten zwar noch ins Naturschutzgebiet, aber bei dem Regen ist das wirklich nicht toll.

On the way to Cozumel (mehr oder weniger) ;-)
Aus dem Verlassen ist erstmal nichts geworden. Das Wetter war am geplanten Abreisetag noch mal gut und wir sind immer noch am Strand :) Gut, bei dem Strand kann man das wohl auch verstehen ...



MORGEN ist es aber wirklich soweit. Auf nach Cozumel.
Nach zwei Wochen haben wir es also tatsächlich geschafft hier wegzukommmen. Schweren Herzens.
Unsere Hostelkatze Dominga
Die Fahrt nach Cozumel war eigentlich ganz entspannt. Mit dem Bus nach Playa del Carmen und dann mit der Fähre nach San Miguel.
Hier ist es leider insgesamt nicht so schön und entspannt wie in Tulum. Alles ist sehr auf die Touris der Kreuzfahrtschiffe ausgelegt (Im Sommer sind hier täglich bis zu 20!! Stück)
Aber wir haben ein ganz süsses Zimmer gefunden und waren am Tag danach auch gleich das erste mal tauchen.
Cozumel ist vielleicht nicht die schönste Insel Mexicos, aber die Unterwasserwelt ist der Wahnsinn. Wir waren nur 3 Leute auf dem Boot und deswegen war alles sehr entspannt.
Die Besonderheit auf Cozumel. Alle Tauchgänge sind mit Strömung. Man springt einfach ins Wasser, geht auf 16 -18m runter und gleitet übers Riff. Anfangs wars echt komisch, weil es ist, als sitzt man im Zug und fährt am Riff vorbei, aber nach einiger Zeit ist es echt toll.
Die Fische hier sind alle eine Nummer Grösser als wo anders. Die Papageienfische sind ca. 80cm lang. Also echt riesig :) Zum Schluss haben wir auch noch einen Ammenhai und ein paar richtig grosse Krabben gesehen. Wirklich toll und wegen dem Tauchen hat es sich echt noch mal gelohnt, hier her zu kommen.

Donnerstag, 17. Mai 2012

Tulum - Welcome to Paradise


Nach einer kurzen Fahrt von Valladolid sind wir in Tulum angekommen. Auch hier bei einer ziemlichen Hitze.
Nachdem wir erst auf eigene Faust vergeblich ein Hotel gesucht haben, haben wir uns erstmal zu einer Tauchschule fahren lassen. Dort haben wir uns ein paar Infos über tauchen in den Cenotes geholt und sind dann nochmal auf Zimmersuche.
Haben nach einigem hin und her ein ganz süsses Hostel – ohne Namen – gefunden. Das Hostel hat nur vier Zimmer und war bis auf drei Leute im Dorm komplett leer. Wir sind zwar jetzt nicht direkt am Strand, aber das Zimmer ist super schön, echt gross und die Leute sind sehr freundlich.
Am nächsten Morgen haben wir uns erstmal zwei Fahrräder geliehen und sind zum Strand. Natürlich um 12 Uhr Mittags, sonst wäre es ja langweilig. Nach 3km Fahrt hat sich dann die Strasse geteilt und wir haben uns mal für links entschieden. Vorne weg – ziemlich geile Entscheidung. 

Der Stand ist einfach mal der Hammer. Wir dachten echt, mehr Klischee als auf Samoa geht nicht, aber es geht. Karibik in Mexico -  unglaublich. Der Stand ist ungefähr so fein wie Mehl und das Wasser perfekt warm. Also nicht Badewannenwarm, aber auch nicht kalt. Einfach reinspringen und wohlfühlen. 

Irgendwann um 18 Uhr sind wir dann zurück und haben für den nächsten Tag zwei Tauchgänge in den Cenotes gebucht. Waren uns da zwar nicht so ganz sicher, aber da das wirklich einmalig ist, wollten wir das unbedingt machen.
Am nächsten Tag also um 7 Uhr aufgestanden, gefrühstückt und zum Tauchshop. Dort haben wir noch Ausrüstung bekommen – inkl. Taschenlampe – und dann gings los.
Die Cenote in der wir waren hiess Dos Ojos (zwei Augen). Haben erstmal eine ziemlich lange Einführung von unserem Tauchguide Hairo bekommen, was alles anders sein wird. Zum Beispiel ist im Meer Salzwasser und in der Cenote Frischwasser. Die Sichtweite beträgt ca. 100m, im Meer ca. 30m. Ausserdem taucht man hintereinander und – klar – man hat ziemlich oft ein Dach über dem Kopf, weil man ja in das Höhlensystem reintaucht. ;-)
Klingt jetzt alles bissal gruselig – wars anfangs auch.  Man springt in super klares Wasser und taucht dann vom hellen „Becken“ in eine Höhle rein. Nach einiger Zeit gewöhnen sich die Augen aber an die Dunkelheit und dann ist es einfach  nur der Wahnsinn.
Die Beschreibung unseres Guides „es ist als würde man durch eine Tropfsteinhöhle fliegen“ trifft es einfach mal perfekt. Das Ganze kann man nicht besser erklären. Es ist eine riesige Tropfsteinhöhle voll mit Wasser. Die Felsformationen sehen aus wie geschmolzenes Wachs und sind teilweise 6 – 8m hoch. Und wir mittendrin :)


Der Zweite Tauchgang war dann noch etwas gruseliger. Die Höhle war dunkler, man konnte nicht immer sehen, wo der Ausgang ist und das Wasser war etwas kälter. Aber unser Guide hat gut aufgepasst und die Sicherheitsvorkehrungen sind echt gut.
Es wird darauf geachtet, dass man immer genug Luft hat, es ist immer ein Seil gespannt, das dir den Weg nach draussen zeigt und egal wo man ist, man braucht max. 30 Sekunden bis man an der Oberfläche ist.
Danach waren wir noch mit Kevin, Johnny und Maria aus dem Hostel am Strand. Die beiden Jungs wollten eigentlich 1 Woche in Tulum bleiben und sind mittlerweile seit 3 Monaten hier.  ;-) Sie haben sich einen Van gekauft und so wie es aussieht werden sie wohl in den nächsten Tagen abreisen. 

Nach einem Tag Pause waren wir nochmal tauchen und diesmal war es noch besser. Zuerst waren wir in „Gran Cenote“, einer wunderschönen Tropfsteinhöhle, die für ihre weissen Gesteinsformationen bekannt ist.




Die 2. Cenote hiess „Carwash“ . Diesen Namen hat sie von den Tauchern bekommen, die dort zum ersten Mal reinspringen wollten und einen Taxifahrer getroffen haben, der sein Auto wäscht. :)
Wir dachten im ersten Moment, dass wir wohl falsch sein müssen-bisher waren die Cenoten immer glasklare Becken unter Felsüberhängen und diesmal standen wir vor einem kleinem Tümpel. Der war voller Seelilien und Blätter und hat gerochen wie die Stoiber am Ende vom Sommer...

Zuerst sind wir eine Runde drumrum gelaufen um das KROKODIL zu finden! Wir waren uns nicht sicher, ob wir irgendwo tauchen wollen, wo es wilde Krokodile gibt, aber Hairo hat uns versichert, dass es „German Meat“ nicht mag und es war zum Glück auch nicht so gross-ca 1,5m lang. :)

Sind also doch rein und weil es grad so warm ist waren die ersten 2m total trüb und man hat nicht mal mehr seine eigenen Flossen gesehen. Dann waren wir plötzlich unter der Schicht und das war dann der Hammer! Super klares Wasser, grünes Moos auf dem Boden und die Lilien sahen einfach nur toll aus! Die trübe Schicht über uns sah im Sonnenlicht aus wie eine grüngelbe Wolke und hat das Ganze in weiches Licht getaucht.
Wir haben dann gleich eine ziemlich grosse Schildkröte gesehen, die sich aber vor uns im Seegras versteckt hat. Sind in ein kleines Höhlensystem geschwommen und am Schluss nochmal eine Runde im Tümpel um das Krokodil zu finden-haben wir aber nicht. :)
Es ist schwer diese Märchenwelt zu beschreiben, deshalb haben wir ein paar Fotos aus dem Internet runtergeladen. Die Taucher sind natürlich nicht wir, aber das gibt euch vielleicht eine kleine Vorstellung davon was wir so machen. ;-)


Am Abend war dann tatsächlich Abschiedsparty von Kevin und Johnny und im Hostel ging es hoch her. Es wurden immer mehr Gäste und komischerweise ist das Bier nicht ausgegangen. :) Wir haben uns leider um 1 ins Bett verabschiedet, weil wir ziemlich müde waren vom tauchen, aber wir wussten ja dass aus der geplanten Abfahrt der Jungs eh wieder nix wird und wir sie auf jeden Fall nochmal sehen. Aufgestanden sind sie dann um 16 Uhr und gefahren um 18 Uhr. Geplant war 10 Uhr morgens... :)

Am Tag drauf sind wir nach Coba gefahren. Das ist eine Maya-stätte im Dschungel und man kann dort ein Fahrrad ausleihen und von einer Ruine zur nächsten fahren. 

Das Wetter war perfekt für diese Tour, weil es ziemlich bewölkt war. Sind also 2h durch den Wald geradelt und dann auf die höchste Pyramide Nohoch Mul geklettert. Die war verdammt steil und hoch. :) 

Oben haben wir dann die Aussicht über den Dschungel genosssen und unser Sandwich gegessen. Für Abwechselung haben die verschiedenen Ab- und Aufstiegstechniken der anderen Touris (meist in FlipFlops) gesorgt. ;-) 




Ein Mädel hat sich auf der dritten Stufe von unten schon so in die Hose gemacht, dass wir uns ernsthaft gefragt haben was die denn da oben will? Sie hat dann auch kein einziges Mal von oben runtergeschaut und ist Stufe für Stufe auf dem Hintern wieder runter und hat dabei fast geheult... Naja.

Die letzten Tage waren wir am Strand und haben gelesen. 




Leider hat Matthias vom Tauchen in den Cenoten eine kleine Ohrentzündung bekommen. Das ist aber nichts Schlimmes-gehört hier zum Alltag der Höhlentaucher und liegt wohl an den fremden Bakterien im Wasser. Jetzt gibts halt Tropfen und hoffentlich wirds bald besser damit wir nochmal tauchen gehen können!

Unsere Pläne sind im Moment etwas unkonkret geworden. Viele Leute sagen uns, wir müssen noch so viel anschauen, aber im Moment geniessen wir es hier einfach. Das Essen ist ganz gut, die Unterkunft schön, der Strand und das Tauchen sind der helle Wahnsinn! :)
Wenn wir von hier genug haben, fahren wir vielleicht noch ein paar Tage auf die Isla Cozumel und am 28.05. fliegen wir von Cancun nach Mexico City zurück.