...noch nie zuvor haben wir soviel gutes feedback bekommen, wie für unsere Idee eine Weltreise zu machen. Egal ob Freunde, Familie oder die Apothekerin-jeder sagt in etwa das Gleiche "Mach das!" :)
Also machen wir es einfach!
Und für alle, die miterleben wollen wie es uns in den nächsten 8 Monaten so ergeht, der kann es hier mitverfolgen.
Wir werden euch an unserem Abenteuer teilhaben lassen und viele schöne Fotos machen
(damit ihr auch was zum Gucken und neidisch sein habt ;))
Viel Spaß beim Mitlesen und Kommentieren!

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unsere Route in Bildern

Dienstag, 28. Februar 2012

Klein waren die auch mal + Die .Freuden des Autoverkaufs

Heute morgen sind wir bei Regenwetter zu den Kauri-Bäumen losgefahren. Vor drei Tagen haben wir gesagt, dass es mal wieder ganz gut für unsere Haut ist, wenn wir sie nicht jeden Tag 8 Stunden in die Sonne knallen. Dass wir jetzt seit drei Tagen Regen haben ... naja, Neuseeland halt...
 Nach einer Stunde Fahrt waren wir auch schon beim Kauri Wald. Die ersten grossen Bäume haben wir schon durch die Autoscheibe gesehen. Haben dann angehalten und sind zum „Gott des Waldes“ Tane Mahuta, gegangen. Ein verdammt grosser Baum ... viel mehr kann man nicht sagen. FETT FETT FETT!!!

das BESTE Foto unserer Reise-danke an den netten Engländer...
Wollten dann eigentlich noch zum „Vater des Waldes“ aber da haben wir irgendwie – sprichwörtlich – vor lauter Bäumen den Wald nicht gesehen ... sind irgendwie voll dran vorbei ... wie auch immer das passieren konnte. Egal. Baum ist Baum haben wir gedacht und fett war der erste ja schon. Sind deswegen zu einem Kauri Wald gefahren, in dem man auch richtig rumlaufen durfte. Da waren zwar dann nicht so dicke und grosse Bäume, aber immer noch ziemlich beeindruckende Teile.
 Danach gings weiter ins Kauri-Museum. Haben uns zwar anfangs gedacht, dass es nicht wirklich notwendig ist, in ein Museum über Bäume zu gehen, aber da es eh nur geregnet hat, sind wir mal rein.

Das war dann auch eine richtig gute Entscheidung. Das Museum war zwar kein, aber sehr cool gemacht. Von Kauri Möbeln gings in eine Halle, in der gezeigt wurde, wie man früher die Bäume gefällt und aus dem Regenwald gebracht hat und mit welcher Geschwindigkeit diese Bäume abgeholzt wurden. Hammer. Was da für ein Aufwand getrieben wurde. Es wurden mittem im Wald Dämme gebaut, damit sich das Wasser staut, in denen die Stämme gesammelt und dann inkl. Wasser Richtung Meer gespült wurden.
Ausserdem wurden die Stämme mit Ochsenkarren, bei den teilweise 30!! Ochsen vor einen Stamm geschnallt wurden, aus dem Wald gezerrt.
Kurz zur Erklärung für alle Leser: Früher war eigentlich ganz Nord-Neuseeland von Kauris bedeckt. Kauri war ungefähr so gewöhnlich wie in Deutschland eine Eiche. Als die ersten Siedler kamen, begann das systematische Abholzen der Wälder. Innerhalb von 80 Jahren gab es kaum noch Bäume. Kauri war praktisch ausgerottet. Deswegen werden die noch verbliebenen in höchstem Masse geschützt. Das Abholzen der Bäume ist heute komplett verboten und überall werden neue Bäume gepflanzt.
Ausserdem haben wir gesehen, dass der Tane Mahuta ein kleiner Baum war im Vergleich zu dem, was die ersten Siedler gefällt haben. Und das ist dann mal einfach nur KRASS!!




 Es gab ausserdem noch ein nachgebautes Sägewerk, eine Schule und die grösste Bernsteinsammlung der Welt zu sehen. Und natürlich jede Menge Holz. ;-)

Zudem haben wir endlich mal einen Interessenten für unser Auto. Den treffen wir morgen in Auckland. Mal sehen, was das wird. Die SMS verspricht irgendwie – sagen wir es mal so – nicht so viel positives. Aber egal.
Man beachte links oben den Namen, den wir ihm gegeben haben...
 Die Freuden des Autoverkaufs:
...Ja leider war das mal der Totalreinfall. Wurden leider das erste Mal auf unserer Reise so richtig böswillig verarscht. Haben uns wegen ein paar netten SMS und Anrufen über 30km aus der Stadt rauslocken lassen und dann nichts mehr gehört. Nach drei Stunden warten und etlichen SMS später sind wir ziemlich wütend wieder zurück gefahren.
Sind im Moment immer noch in Auckland und versuchen unser Auto zu verkaufen. Leider haben die ersten zwei Automärkte gezeigt, dass das Angebot deutlich höher ist als vor drei Monaten und die Nachfrage etwas zu gering. Müssen deswegen mal schauen. Haben uns es zwar schwer vorgestellt, aber so schwer dann auch wieder nicht. Vor allem wird irgendwie mit ziemlich unfairen Mitteln um Käufer gekämpft-in den 3 zentralsten Hostels hat irgendwer unsere Verkaufszettel entfernt.
Zusätzlich zu dem ganzen Frust ist uns am Montag jemand auf dem Supermarktparkplatz in unser Auto gefahren und hat sich schön aus dem Staub gemacht. Es ist zwar nur die Stosstange etwas verbeult und das Rücklicht kaputt, aber wir sind deswegen ziemlich angepisst und auch etwas enttäuscht.In Deutschland heisst sowas Fahrerflucht, hier kriegt man nur ein Schulterzucken. Langsam könnte das Glück echt mal wieder kommen!
Sind dann eine Nacht aus der Stadt geflüchtet und haben uns an den Strand gelegt-war eine ganz gute Ablenkung-aber wir vergraben uns nicht im Sand! :)

Zur Aufmunterung waren wir bei einem Kärntner beim Essen-endlich wieder richtiges Bier und dazu Schnitzel und Käsespätzle! :)





Am Samstag geht es nochmal auf den Automarkt und dann wird das Auto verkauft-inzwischen ist uns der Preis schon fast egal-Hauptsache die Sache hat ein Ende!
Haben schon unsere Sachen gepackt und ein paar Erinnerungsfotos gemacht.


Drückt uns die Daumen! (Sonst darf Julia ihren Geburtstag auf dem Automarkt verbringen...)

Mittwoch, 22. Februar 2012

Segeln und bis zum Cape Reinga

Haben den ersten Tag in der Bay of Islands mehr oder weniger nix gemacht. :) Sind erst mittags vom Campingplatz losgekommen, weil wir das kostenlose Internet intensiv genutzt haben und waren dann erstmal Burger essen-genau das Richtige „leichte Mittagessen“ bei 28Grad!
 Dann haben wir einen Segeltörn auf der R.Tucker Thompson gebucht. Das ist ein hier gebautes Segelschiff, mit dem erst 15 Jahre um die Welt gereist wurde und jetzt dürfen die Touris mitfahren. ;)
Den Rest des Tages haben wir mit Shoppen (neue Flipflops nach knapp 4 Monaten...) und Lesen am Strand dann irgendwie rumgebracht. Und wir haben wie versprochen in einem bestimmten Hostel vorbeigeschaut um Grüsse auszurichten. Der Besitzer war sehr nett und hat uns gleich rumgeführt und wenn wir nicht die letzten Nächte in unserem geliebten Van verbringen „müssten“-wir wären gleich eingezogen. Alex, wir verstehen warum du hier solange hängegeblieben bist! ;)

Am nächsten Tag ging es früh los, mit der Passagierfähre rüber nach Russell und dort kam dann die R.Tucker Thompson um uns abzuholen. Sah schon sehr toll aus, von weitem. Wir wollten ja beide schon immer mal auf so einem richtigen alten Boot mitfahren.
Wir wurden dann von Steve dem Kapitän begrüsst und zwar mit lautem Gebrüll und einem Knüppel in der Hand-war schon sehr lustig! :) An Bord haben wir es uns mal gemütlich gemacht, sobald wir aus dem Hafen draussen waren wurden die Segel gesetzt und dann gab es erstmal Kaffee und super leckere Scones mit Marmelade und Sahne oben drauf. Die anderen Leute an Bord (wir waren insgesamt 20) haben sich um alles gekümmert und abwechselnd an irgendwelchen Seilen gezogen und gezerrt. Wir haben uns nicht aufdrängen wollen und lieber mit einem anderen Paar aus Augsburg/Oberpfalz geratscht. ;) Die Zeit ging dann auch echt schnell rum, wir haben vor lauter Reden nicht wirklich viel mirbekommen von den Segelkünsten und plötzlich lagen wir in einer einsamen Bucht vor Anker. Wir wurden mit dem Beiboot an den Strand gebracht, konnten Baden und in der Sonne liegen und als wir nach 40min wieder abgeholt wurden stand schon das Essen bereit. Hat alles sehr sehr lecker geschmeckt!






 Nach dem Essen haben Matthias und ich-als Jüngste an Bord war das wohl unsere Pflicht, das „Swingrope“ ausprobiert. Alle anderen haben sich nicht getraut oder waren zu sehr mit Champagner schlürfen beschäftigt... Haben uns mit einem Seil ins Wasser geschwungen, hat echt Spass gemacht.




 Leider ging es dann schon wieder zurück zum Hafen. Kapitän Steve hat dann irgendwie doch noch gemerkt, dass wir 4 die Einzigen waren, die nix gemacht haben, deshalb mussten wir dann noch die Segel einholen-haben brav an irgendwelchen Seilen gezogen und dann durften wir abtreten. :)

Danach sind wir gleich noch weitergefahren in Richtung Norden bis nach Taupo Bay, ein kleiner Ferienort an einem Surfstrand. Das Wetter war dann aber nicht mehr so toll und auch heute früh nicht, also sind wir gleich weitergefahren zum Cape Reinga-dem nördlichsten Punkt von Neuseeland.
Auf der Fahrt haben wir kurz im „Ancient Kauri Kingdom“gehalten. Das ist eine Mischung aus Museum, Werkstatt und Verkaufsladen. Man kann zusehen wie 45 000 Jahre alte Kauribäume, die vorher aus dem Sumpf geholt wurden, zu allerlei Zeug verarbeitet werden-hauptsächlich Möbel und Sculpturen. Und natürlich kann man auch alles kaufen. Das einzig wirklich Interessante war die Wendeltreppe in den ersten Stock, die wurde nämlich komplett aus einem Stück Kauri gemacht, man geht praktisch IM Baum nach oben. :)



Die Fahrt zum Cape Reinga hat sich ziemlich gezogen, gab ausser Kühen und Schafen nicht viel zu sehen.
Am Cape war dann garnicht sooo viel los, viele Busse waren schon wieder weg und es war sauwindig!


Vor dem Festland treffen die Tasmansea und der Pacific aufeinander und der Ort hat vor allem für die Maori eine wichtige Bedeutung, weil hier die Seelen ihrer Verstorbenen hingehen um nach Hawaiki zurückzukehren. Laut der Legende lassen sich die Seelen an den Wurzeln eines alten Baumes ins Wasser gleiten, schwimmen zu einer kleinen Felseninsel, winken ein letztes Mal und verschwinden dann. Wir finden das eine sehr schöne Geschichte.






Nach mehrern Fotos vom berühmten Leuchtturm sind wir wieder gefahren und sind jetzt in Rawene. Morgen fahren wir zurück Richtung Auckland, aber auf dem Weg werden wir noch beim Gott des Waldes und beim Vater des Waldes-beides riesige Kauribäume vorbeischauen.

Sonntag, 19. Februar 2012

Poor Knights Islands

Wir beiden haben ja vom Northland nicht wirklich viel erwartet, aber bis jetzt ist es einfach nur der Hammer. Am ersten Tag sind wir bis Leigh gekommen. Dort waren wir am nächsten Tag morgens in einem kleinen Marine Reserve schnorcheln. Haben dort leider nicht wirklich was gesehen, weil es angefangen hat zu regnen und das Wasser sehr trüb war. Sind dann also 10km weiter gefahren und dort war dann plötzlich eine andere Welt. Weisser Strand, wunderschöne Wellen. Man dachte, man steht irgendwo in der Karibik. Haben dann erstmal die nächsten vier Sunden an diesem Traumstrand verbracht. Gemacht haben wir ausser lesen nicht viel.


Nachdem das Wetter dann doch etwas schlechter wurde, sind wir weiter nach Tutukaka gefahren. Auch dass ist wieder so eine Stadt, die man unbedingt NICHT kennen muss. ;)
Ist nur deswegen bekannt, weil man hier zu den Poor Knights Islands fahren kann. Das ist ein Marine Nature Park, in dem man tauchen kann. Angeblich einer der Top 10 Divesites der Welt.
Da das Büro schon zu hatte, haben wir uns einen Schlafplatz gesucht und sind am nächsten Tag hin und haben für den darauffolgenden Tag einen Tauchgang bzw zwei gebucht.
Den Tag mussten wir dann leider leider irgendwie am Strand verbringen. :) Auch hier dachen wir zeitweise, wir sind im falschen Land. Der Sand hat eine geschätze Körnung von 30 Millionen und das Wasser ist glasklar. Unglaublich, dass wir vor 4 Wochen im selben Land auf einem Gletscher spazieren waren.
Ihr könnt euch vorstellen, dass es uns furchbar schwer gefallen ist, den Tag rum zu bekommen. :)
Wieviel Grad minus hat es bei euch im Moment nochmal?;-)

Am nächsten Tag gings um acht Uhr morgens zum Tauchcenter. Bisher waren wir ja nur in Thailand tauchen, und die Unterschiede gingen beim Eingang schon los.
Zuerstmal die Ausrüstung. Thailand – Unterhose und T-Shirt. Poor Knighs – Langer, 8mm dicker Neoprenanzug inkl Unterhemd mit Kapuze. Ausserdem SOCKEN!!!
Zudem war das Boot natürlich um einiges moderner und sehr viel mehr Leute. Aber egal. Nachdem wir 1 Stunde aufs Meer raus sind, haben wir uns in unsere Anzüge gequetscht. Das war kein Spass, das war harte Arbeit. Aber bei 20 Grad Wassertemperatur war das wahrscheinlich eine gute Idee.
Der erste Tauchgang war dann sehr komisch. Schon sehr schön, aber extrem ungewohnt. Erstmal haben wir statt 3kg Blei jeder 10kg Blei bekommen, weil man durch die vielen Schichten viel mehr Auftrieb hat. Das macht das Tarrieren natürlich total anders. Es gibt hier vor allem jede Menge Kelp-algen, also diese komischen Algen aus den Filmen, mit bis zu 20m langen Blättern-schon um einiges gruseliger als so ne Koralle, dabei waren unsere nur 2m lang!:)
Ausserdem ist hier eine komplett andere Strömung. Man fliegt praktisch mit der Brandung mit. Mal strampelt man auf der Stelle, mal fetzt man mit Vollspeed voran. Zudem hatten wir mal wieder mehr als inkompetente Tauchpartner. Die waren mal auf 20m Tiefe und unser Guide musste sie hochziehen und zwei Minuten später waren sie auf der Oberfläche. Alles in allem ein eher anstrengender Tauchgang.Wir müssen echt bald besser werden, damit wir nicht immer in solche Gruppen gesteckt werden.
Der zweite war dann zum Glück viel besser. Haben uns viel besser an die Strömungen gewöhnt und eingestellt. Ausserdem haben wir einfach auf unsere Tauchpartner geschissen und haben das alles viel mehr genossen. Haben dann auch einen Rochen gesehen. Keinen Manta, aber einen guten Meter Durchmesser hatte er schon. Ausserdem ein paar echt grosse Fische. Die werden hier nämlich irgendwie viel viel grösser!
Das Aufregenste war aber eine riesige Unterwasserhöhle, war so gross wie eine Kapelle und man konnte von unten reintauchen und dann AUFTAUCHEN! Es war ein bisschen Luft oben drinnen, aber die ist da nur weil jeden Tag Taucher reinkommen und praktisch das Wasser wegatmen, also verdrängen. Hingen dann zu fünft in dieser kleinen Felskammer und auf unseren Computern stand 8 Meter Tiefe-ziemlich verrücktes Gefühl. Waren aber beide ganz froh als es weiter ging, es war doch ein ziemlich beklemmendes Gefühl in dem kleinen Hohlraum mit nix als Wasser unter einem und Fels 30cm über dem Kopf.
Waren dann aber vor allem irgendwie froh, dass wir nach einer Dreiviertelstunde aus dem Wasser (und vor allem aus der Wurstpelle) konnten. ;-)
War zwar sehr geil, das alles mal zu sehen und mal in kälterem Wasser zu tauchen, deutlich entspannter und cooler ist tauchen aber in Thailand.
die Poor Knights Islands
Riko Riko Höhle (die grösste mit dem Schiff zugängliche Meereshöhle der Welt)
 Jetzt sind wir in der Bay of Islands angekommen und solange das Wetter so bleibt, geniessen wir einfach die letzten paar Tage hier noch so richtig bevor wir uns auf den sehr beschwerlichen Weg nach Hawaii machen müssen. Davor wollen wir ja noch –wenn alles klappt mit Autoverkauf usw. – auf die Cook Islands oder nach Fiji. Auch das wird aller Voraussicht nach mehr als anstrengend. ;-)

Forgotten World Highway und Mt. Taranaki (oder auch nicht)

Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir heute weitergefahren Richtung Mount Taranaki an der Westküste. Haben uns für den Highway 43 entschieden, auch bekannt unter dem Namen „Forgotten World Highway“. Der heisst so, weil er durch eine mehr oder weniger unbesiedelte Gegend führt, die sich seit den Pioniertagen nicht gross verändert hat. Die Strecke war dann auch ziemlich cool, ausser Schafen und Kühen auf steilen Grashügeln und ein paar verfallenen Scheunen gab es anfangs nichts zu sehen.
Als wir so mit 50kmh um eine Kurve gefahren sind, stand plötzlich ein schwarzer Stier am Strassenrand und der war garnicht erfreut uns zu sehen! Sind beide mega erschrocken, aber der Stier mindestens genauso! ;) Ein paar Kurven weiter war dann eine Kuh auf der Strasse und dann ein Falke.
Also man hat schon gemerkt, dass hier nicht mit sooo viel Verkehr gerechnet wird. :)





 Nach gut einer Stunde Fahrt durch absolut GARNICHTS (hier gibt es zwischen den grünen Hügeln noch nicht mal Strommasten) sind wir nach Whangamomona gekommen. Klingt nicht spannend, ist es aber. Es ist so, dass sich das kleine Dorf vor 20 Jahren gedacht hat, bevor es einem anderen Bezirk unterteilt wird, macht es sich doch besser unabhängig. Deswegen wurde eine Party veranstaltet(inkl. Gummistiefelweitwurf u ähnlichen Wettkämpfen), ein Präsident gewählt und eine Unabhängigkeitserklärung verfasst. Deswegen kann man sich auch für einen Doller einen „Whangamomonaischen Stempel“ in seinen Pass machen. Haben wir natürlich gemacht. Super! Noch ein Land mehr in unserem Pass. :)
Nach einem Kaffee sind wir dann aus Whangamomona wieder ausgereist und nach Neuseeland wieder eingereist. Alles in allem eine sehr seltsame Sache.
 Nachdem wir den Forgotten World Highway hinter uns gelassen hatten, haben wir uns auf einen geilen Ausblick auf einen der schönsten Vulkane der Welt eingestellt. Den Mt. Taranaki. Dieser Berg hat den Fujiama in „Last Samurai“ gedoubelt. Leider haben wir ausser sehr vielen Wolken nicht wirklich was von der Schönheit gesehen. Auf der Suche nach einem Campingplatz hat er sich dann für ein paar Minuten gezeigt. Wortlaut Matthias „ich mach mal ein Foto, aber den werden wir die nächsten drei Tage schon noch mal sehen...“ Haben wir leider NICHT. Ihr werdet es nicht glauben, aber das ist das beste Foto, bzw. das einzige Foto, dass wir vom Mt. Taranaki schiessen konnten ...

Geschlafen haben wir dann auf einem mehr als coolen Campingplatz. Beim Einchecken musste erstmal der Mann vom Herd herkommen und hat uns dann in sehr sehr chilligem englisch erklärt, dass wir überall auf seinem Campingplatz stehen dürfen und morgen früh brauchen wir mal garkeinen Stress machen weil auf seinem Campingplatz gibt es keine check out time. Sehr geil.
Haben den Tag denn mit einem entspannten Strandspaziergang in schwarzen Sanddünen ausklingen lassen.

 Am nächsten Tag haben wirs dann mal ganz gemütlich angehen lassen. Gefrühstückt und irgendwann gegen zwölf weitergefahren. Wäre der Campingplatz nicht total in der Pampa gewesen, wir wären wohl jetzt noch da. Aber weiter gings-auf dem sogenannten Surfhighway an der Küste entlang. Wir sind ungefähr alle 20km links Richtung Meer abgebogen und haben einen geileren und verlasseneren Strand nach dem anderen gefunden.

Cape Egmont Lighthouse


Gekommen sind wir dann ganze 90km weit bis nach New Plymouth. Ein recht süsses Städtchen, dass angeblich den schönsten Stadtpark Neuseelands hat. Da wir hier aber auf einen Campingplatz DIREKT am Meer gestossen sind, haben wir uns erstmal in die Wellen geschmissen und haben das mit dem Park mal auf morgen verschoben.
Der Campingplatz war dann wirklich der Oberhammer. Wir haben praktisch am Strand geparkt. Unglaublich. Sind abends ins Bett mit dem Gedanken, vor dem Frühstück erstmal eine Runde zu schwimmen und mit Blick auf die Wellen aufzuwachen...

...der nächste Morgen...
 Leider hats am nächsten Tag mal wieder geregnet. Und zwar nicht so „gehen wir mal mit Schirm raus“ sondern so richtig. Haben uns dann dazu entschlossen, den Strand Strand sein zu lassen und uns mal wieder ein Frühstück im Cafe zu gönnen. Haben nämlich gestern den ungefähr geilsten Schokobrownie der Welt gegessen und da wollten wir gleich nochmal hin! :)

 Nach dem Frühstück gings noch ins Internet und dann sind wir vom Regen geflohen ... Raus aus New Plymouth, ohne den Stadtpark gesehen zu haben, und ab Richtung Auckland.

Gestoppt haben wir dann aber ca. 2oo km vor Auckland. In Otorohanga. Wer kennt das nicht? ;-) Die Stadt gibt eigentlich nicht viel her, aber es gibt ein kleines Kiwihaus. Haben auch hier wieder auf einem mehr als entspannten Campingplatz geschlafen. Diesmal war der Campingplatz direkt neben dem Kiwihaus und weil es dort nicht nur Kiwis sondern noch viele andere neuseeländische Vögel gibt, hatten wir zeitweise das Gefühl, wir schlafen neben Jurassic Park,so komisch haben die Viecher geschrien!
Die Kiwis haben wir auch mehrmals schreien gehört. :)
Am nächsten Morgen gings dann ins Kiwihaus und das war auch sehr cool. Haben noch mal zwei sehr sehr aktive Kiwis gesehen, ausserdem ein paar Kakas und einen Kea. Die Kakas durften wir mit Walnüssen füttern.
Kiwi (ausgestopft) :)

Riesentaube

Kea oder Bergpapagei

Kakas


Pukeko oder wie wir sie nennen "Dinovögel"
Ausserdem gabs noch eine flugunfähige Ente, die sich mehrmals gegen eine Scheibe geschmissen hat, um ihr Nest zu verteidigen. Ist die seltenste Ente der Welt. Kein Wunder. Bescheuertes Viech.


Nach ca. zwei Stunden und noch einem weiteren Besuch beim Kiwi gings dann nach Auckland. Haben dort angefangen, unsere Verkaufszettel für das Auto aufzuhängen und hoffen jetzt einfach mal auf das Beste. Wird sich schon jemand für das Auto finden. Das Angebot ist leider etwas grösser , als wir angekommen sind. Aber wir sind zuversichtlich.
Jetzt gehts noch für eine Woche ins Northland.