Nach einer Stunde Fahrt waren wir auch schon beim Kauri Wald. Die ersten grossen Bäume haben wir schon durch die Autoscheibe gesehen. Haben dann angehalten und sind zum „Gott des Waldes“ Tane Mahuta, gegangen. Ein verdammt grosser Baum ... viel mehr kann man nicht sagen. FETT FETT FETT!!!
| das BESTE Foto unserer Reise-danke an den netten Engländer... |
Danach gings weiter ins Kauri-Museum. Haben uns zwar anfangs gedacht, dass es nicht wirklich notwendig ist, in ein Museum über Bäume zu gehen, aber da es eh nur geregnet hat, sind wir mal rein.
Das war dann auch eine richtig gute Entscheidung. Das Museum war zwar kein, aber sehr cool gemacht. Von Kauri Möbeln gings in eine Halle, in der gezeigt wurde, wie man früher die Bäume gefällt und aus dem Regenwald gebracht hat und mit welcher Geschwindigkeit diese Bäume abgeholzt wurden. Hammer. Was da für ein Aufwand getrieben wurde. Es wurden mittem im Wald Dämme gebaut, damit sich das Wasser staut, in denen die Stämme gesammelt und dann inkl. Wasser Richtung Meer gespült wurden.
Ausserdem wurden die Stämme mit Ochsenkarren, bei den teilweise 30!! Ochsen vor einen Stamm geschnallt wurden, aus dem Wald gezerrt.
Kurz zur Erklärung für alle Leser: Früher war eigentlich ganz Nord-Neuseeland von Kauris bedeckt. Kauri war ungefähr so gewöhnlich wie in Deutschland eine Eiche. Als die ersten Siedler kamen, begann das systematische Abholzen der Wälder. Innerhalb von 80 Jahren gab es kaum noch Bäume. Kauri war praktisch ausgerottet. Deswegen werden die noch verbliebenen in höchstem Masse geschützt. Das Abholzen der Bäume ist heute komplett verboten und überall werden neue Bäume gepflanzt.
Ausserdem haben wir gesehen, dass der Tane Mahuta ein kleiner Baum war im Vergleich zu dem, was die ersten Siedler gefällt haben. Und das ist dann mal einfach nur KRASS!!
Es gab ausserdem noch ein nachgebautes Sägewerk, eine Schule und die grösste Bernsteinsammlung der Welt zu sehen. Und natürlich jede Menge Holz. ;-)
Zudem haben wir endlich mal einen Interessenten für unser Auto. Den treffen wir morgen in Auckland. Mal sehen, was das wird. Die SMS verspricht irgendwie – sagen wir es mal so – nicht so viel positives. Aber egal.
| Man beachte links oben den Namen, den wir ihm gegeben haben... |
...Ja leider war das mal der Totalreinfall. Wurden leider das erste Mal auf unserer Reise so richtig böswillig verarscht. Haben uns wegen ein paar netten SMS und Anrufen über 30km aus der Stadt rauslocken lassen und dann nichts mehr gehört. Nach drei Stunden warten und etlichen SMS später sind wir ziemlich wütend wieder zurück gefahren.
Sind im Moment immer noch in Auckland und versuchen unser Auto zu verkaufen. Leider haben die ersten zwei Automärkte gezeigt, dass das Angebot deutlich höher ist als vor drei Monaten und die Nachfrage etwas zu gering. Müssen deswegen mal schauen. Haben uns es zwar schwer vorgestellt, aber so schwer dann auch wieder nicht. Vor allem wird irgendwie mit ziemlich unfairen Mitteln um Käufer gekämpft-in den 3 zentralsten Hostels hat irgendwer unsere Verkaufszettel entfernt.
Zusätzlich zu dem ganzen Frust ist uns am Montag jemand auf dem Supermarktparkplatz in unser Auto gefahren und hat sich schön aus dem Staub gemacht. Es ist zwar nur die Stosstange etwas verbeult und das Rücklicht kaputt, aber wir sind deswegen ziemlich angepisst und auch etwas enttäuscht.In Deutschland heisst sowas Fahrerflucht, hier kriegt man nur ein Schulterzucken. Langsam könnte das Glück echt mal wieder kommen!
Sind dann eine Nacht aus der Stadt geflüchtet und haben uns an den Strand gelegt-war eine ganz gute Ablenkung-aber wir vergraben uns nicht im Sand! :)
Zur Aufmunterung waren wir bei einem Kärntner beim Essen-endlich wieder richtiges Bier und dazu Schnitzel und Käsespätzle! :)
Am Samstag geht es nochmal auf den Automarkt und dann wird das Auto verkauft-inzwischen ist uns der Preis schon fast egal-Hauptsache die Sache hat ein Ende!
Haben schon unsere Sachen gepackt und ein paar Erinnerungsfotos gemacht.
Drückt uns die Daumen! (Sonst darf Julia ihren Geburtstag auf dem Automarkt verbringen...)