Sind am nächsten Tag mit der ersten Fähre um 8 Uhr nach Wellington zurück auf die Nordinsel. Haben also insgesamt 5 Wochen auf der Südinsel verbracht. Sehr schön wars. Nicht immer so toll, wie wir das erwartet haben, aber doch alles in allem wunderschön.
Ich (Matthias) hab eigentlich die gesamte Fährfahrt geschlafen und Julia hat ein ganzes Buch gelesen ... auch nicht schlecht.
In Wellington sind wir dann erstmal lecker Essen gewesen und haben lange im Internet gesurft. Ausserdem haben wir den Rest von Museum angeschaut, den wir vor 5 Wochen ausgelassen haben.
Am nächsten Tag war „Waitangi Day“. Das ist sowas wie der Gründungstag Neuseelands, auch wenn das ganze doch sehr umstritten ist, weil beim „Vertrag von Waitangi“ die Maori irgendwie ziemlich verarscht wurden. Aber gut.
In Wellington war ganz schön was los. Live-Musik und viele Essensstände. Es waren auch wirklich viele Maori unterwegs. Viele mit sehr tollen und schönen Tatoos, einige sogar im Gesicht. Das sieht echt irgendwie krass aus. Aber auch irgendwie normal hier.
Haben uns das Treiben bis ca. 15 Uhr angeschaut und haben uns dann von der Stadt verabschiedet und sind weiter Richtung Whanganui River. Mussten noch einen „Schlafstopp“ an der Küste einlegen, in einem Campingdorf. Das war mal nicht so schön, aber egal.
Am nächsten Tag gings nach Wanganui und nach einigem hin und her haben wir uns dazu entschlossen, einen Tagesausflug zur „Bridge to Nowhere“ inkl. Kanu-Tour zu machen.
Sind dann noch auf einem sehr sehr einsamen Highway nach Pipiriki gefahren. Unterwegs sind wir mitten in eine Schafherde geraten.
Haben dann direkt beim Ausgangspunkt der Tour gecampt. ALS EINZIGE. Waren ganz alleine auf dem Campingplatz. War echt komisch, aber auch sehr toll und sehr sehr ruhig. ;)
Am nächsten Tag wurden wir ziemlich unsanft von einem HUBSCHRAUBER geweckt, der ca. 30m neben uns zur Landung angesetzt hat. HALLO???
Um 10 Uhr ging die Tour dann los. Sind mit dem Jetboot den Whanganui River raufgedüst. Nach ca. 1 Stunde gings zu Fuss zur „Bridge to Nowhere“. Das ist eine Brücke mitten im Nirgendwo (wie der Name schon sagt) Diese fette Brücke wurde gebaut, damit sich Leute dazu entschliessen, dort zu siedeln. Leider hat sich niemand dazu entschlossen und die, die sich dazu entschlossen haben, haben es sehr bald aufgegeben. Die Brücke steht immer noch da. Aber sie führt leider nirgends hin .... irgendwie sehr lustig.
Nach einem Mittagessen gings zurück zum Boot und wir sind wieder 30 Min den Fluss runter gedüst. Dann gings in die Kanus.
Sind gut 1 Stunde mehr als chillig dahingepaddelt, bis wir zur 50/50 Stromschnelle kamen. Die heisst so, weil es eine 50% Chance gibt, diese zu überstehen, oder reinzufallen.
Wir beide haben leider zu den zweiten 50% gehört. Sind dass Ding irgendwie sehr optimistisch genau in der Mitte angefahren und uns hat eine Welle voll erwischt. Sind gekentert und hatten kurz Panik, weils echt ziemlich wellig war. Haben dann aber das Boot an Land gebracht und erstmal durchgeschnauft.
Leider ist uns dann aufgefallen, dass Julia's Schuh und meine Sonnenbrille über Bord gegangen sind. (Camera usw. war zum Glück in einer wasserdichten Tonne)
Julia's Schuh haben wir dann wieder gefunden und aus den Fluten gefischt. Meine gute Sonnenbrille liegt leider jetzt auf dem Grund des Whanganui Rivers ... SCHEISSE.
Haben dann das Boot wieder fahrtauglich gemacht und sind noch mal eine gute Stunde gepaddelt, bis wir am Ziel waren.
Trotz Verlust der Sonnenbrille wars ein sehr lustiger Tag. Und dank 30 Grad und super Sonne waren die Klamotten und Schuhe auch recht schnell wieder trocken und wir konnten weiter Richtung Tongariro National Park fahren.
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