...noch nie zuvor haben wir soviel gutes feedback bekommen, wie für unsere Idee eine Weltreise zu machen. Egal ob Freunde, Familie oder die Apothekerin-jeder sagt in etwa das Gleiche "Mach das!" :)
Also machen wir es einfach!
Und für alle, die miterleben wollen wie es uns in den nächsten 8 Monaten so ergeht, der kann es hier mitverfolgen.
Wir werden euch an unserem Abenteuer teilhaben lassen und viele schöne Fotos machen
(damit ihr auch was zum Gucken und neidisch sein habt ;))
Viel Spaß beim Mitlesen und Kommentieren!

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unsere Route in Bildern

Sonntag, 29. Januar 2012

Einmal Fiordland und zurück

Waren dann noch volltanken und einkaufen und dann gings los Richtung Catlins Coast. Hier gibt es noch einige der ursprünglichsten Landschaften Neuseelands zu sehen. Einheimischen Wald, Steile Klippen und einsame Strände. Die erste Nacht haben wir am Kaka Point verbracht. Von dort ging es am nächsten Morgen auf ungeteerter Strasse bis zum Nuggetpoint-ein steiler Felsvorsprung, vor dem Felsen im Wasser liegen, deren Schichten sich in die Vertikale geneigt haben. Ausserdem gibt es dort viele Tiere zu sehen, unter anderem auch Seelöwen. Wir haben genau EINEN gesehen. :) Er hat in einem kleinen geschützen Becken, im Wasser geschlafen. Aber immerhin! ;)

Auf dem Weg haben wir uns noch 2 verschiedene Wasserfälle angeschaut, beide direkt in Nähe der Strasse, versteckt in tollem Regenwald. Für die Nacht haben wir einen Campingplatz in der Curiobay angefahren-der südlichste Punkt der Südinsel (nicht exakt). Hier gibt es Hectordelphine und Seelöwen zu sehen, wir haben ausser Möwen und 2 Pinguinen nichts entdeckt. :)
Die Stellplätze sind alle irgendwo im 2m hohen Flachs verteilt und es ist verdammt windig und kalt. Haben noch einen Blick auf einen versteinerten Wald geworfen und einen Angler ausgelacht, der sich bei stürmischer See an den Klippenrand gestellt hat. ;)



Am nächsten Tag gings weiter ins heiss ersehnte Fiordland. Haben uns dazu entschlossen, nicht nach Te Anau, das „Tor zum Fiordland“ zu fahren sondern nach Manapuri. Das ist ca. 20km vor Te Anau und etwas entspannter und nicht so von Wanderern überlaufen. Haben hier mal wieder „Frühjahrsputz“ gemacht. Alles gewaschen und einfach etwas am See entspannt und die fantastische Aussicht auf die Berge genossen. Nachts bleibt es immer noch bis ca. 22 Uhr hell und auch danach wird es sehr langsam finster. Aber wenn es dann dunkel ist hat man einen verdammt coolen Sternenhimmel.
Eigentlich wollten wir uns am nächsten Tag ein Kanu ausleihen (mal wieder) und über den See rudern, aber leider war es extrem windig. Sind deswegen nach Te Anau gefahren. Wie gesagt nur 20km weiter, aber dann plötzlich windstill. Wollten deswegen eine Tageswanderung im Fiordland machen. Da das Wetter aber immer besser wurde haben wir uns – mal wieder sehr spontan – dazu entschlossen die 120km bis zum Milford Sound durchzufahren und uns das gleich heute anzuschauen.
Haben dann bei ein paar wirklich sehr sehr geilen „Postkartenmotiven“ gehalten und mussten dann an der Ampel zum berühmten Homer-Tunnel nur 5 Minuten warten (kurze Erklärung: Der Homer-Tunnel ist deswegen so berühmt, weil es der einzige Weg zum Milford Sound ist. Zwischen 9 und 17 Uhr regelt eine Ampel den Verkehr, die nur alle 15 Minuten!!! umschaltet) Der Tunnel hat dann mehr an einen grob gehauenen Stollen erinnert als an einen Verkehrstunnel. War echt gruselig, aber zum Glück ist das Ding nur 1200m lang. :)

 Die Fahrt zum Milford Sound hin war wirklich Wahnsinn und schwer in Worte zu fassen. Man übertreibt wirklich nicht, wenn man sagt, diese Strasse ist eine der Schönsten der Welt! Die Berge gehen wirklich senkrecht nach oben und sind zum Teil mit Schnee bedeckt. Überall sind glasklare wilde Flüsse und spiegelklare Seen.



Am Milford Sound selbst haben wir dann super genialerweise noch die allerletzte Bootstour gebucht, haben noch schnell einen Kaffee getrunken und sind dann schon los.
Auf dem Boot war dann wirklich nicht viel los. Konnten uns wunderbar auf das Sonnendeck setzen und hatten kaum Leute um uns. Die Fahrt ging dann bei Mega-Wind raus Richtung Meer vorbei an den senkrechten Klippen. Das lustigste an der ganzen Sache: Der Milford Sound ist die regenreichste Region in ganz Neuseeland, deswegen ist der Sound auch wegen der fantastischen Wasserfälle brühmt. Leider hat uns der Kapitän erzählt, dass es in letzter Zeit ziemlich wenig Regen gab und deswegen fast alle Wasserfälle trocken sind. Haha, wir wissen schon wo der scheiss Regen war. Nämlich bei uns!! ZEFIX!!!








Egal! Nach ca. 1 Stunde Fahrt waren wir auf dem offenen Meer und das Boot hat wieder umgedreht. Dann wars sehr geil, denn der Wind ist komplett vom Meer gekommen. Heisst wir hatten ab jetzt Rückenwind!!
Nach 2 Stunden Fahrt sind wir wieder sicher am Ufer angekommen! Dort wars dann wirklich cool. Keine Reisebusse mehr, keine Tourimassen. Das ganze hat ein bisschen ausgesehen wie eine Geisterstadt! Sind dann wieder den Weg zurück, den wir gekommen sind, inkl. Homer Tunnel. Auch diesmal haben wir perfekt eine grüne Ampel erwischt!
Haben dann an einem der 10 DOC Campingplätze an der Strasse gehalten oder besser gesagt 300m von der Strasse weg mit weltklasse Aussicht und mitten in der Pampa.



In der Nacht hat es dann leider zu Regnen angefangen, sodass wir die verschobene Wanderung im Fiordland leider auslassen mussten und weiter Richtung Queenstown gefahren sind.
Trotz verpasster Wanderung ein unglaublich tolles Erlebnis und wir sind wirklich froh, unsere kurzzeitigen Überlegungen, den Milford Sound auszulassen, sehr schnell verworfen zu haben!!


Queenstown!
Nach einer mehr oder weniger langweiligen drei Stunden Autofahrt und dem ersten richtig schlechten Kaffee in Neuseeland sind wir gut in Queenstown, der „Adrenalin-Metropole Neuseelands“ angekommen. Uns wars von Anfang an ein bisschen zu viel. Haben uns erstmal einen Campingplatz gesucht. Der war leider auch nicht wirklich das wahre. Viel zu eng, viel zu klein und dann hat es leider auch zu regnen angefangen und es sollte die nächsten 15 Stunden nicht mehr aufhören!
Sind dann in die Innenstadt gegangen und dort ist es wirklich so, wie es im Reiseführer steht. Höher, schneller, härter ist das Motto dieser Stradt. Wenns nicht wehtut ist es nicht cool. Man kann praktisch in jedem Laden Bungee-Jumping, Rafting, Jumping, Hikking, Biking und was weiss ich buchen. Das ganze dann leider zu total überzogenen Preisen. Dementsprechend ist auch das Publikum in Queenstown. Wie gesagt, uns wars eigentlich von Anfang an zu viel. Das komische an der ganzen Sache ist hier nur – und das nervt uns beide eigentlich total – dass hier wirklich alles getan wird, um den Schein der total krassen Stadt zu wahren. Alles ist das Höchste, das Krasseste und das Spektakulärste der Welt, aber in der ganzen Stadt herrscht Alkoholverbot, man darf nicht Skaten, nicht Musik hören, keine Hunde haben usw. Für jeden scheiss gibt es ein Schild mit „tu nicht dies und tu nicht das“. Also alles sehr komisch und irgendwie total widersprüchlich.
Waren dann noch in einem sehr sehr hoch angepriesenen Burgerladen, an dem die Leute bis zur Strasse angestanden sind. Unglaublich. Als würde man hier die einzigen Burger Neuseelands bekommen. :) Zugegangen ist es wie am Christkindlmarkt beim Glühweinstand. Hehehe. Die Burger waren dann aber auch echt riesig und sehr gut!
Leider ist dann zum Regen auch noch verdammt viel „Kalt“ gekommen. Uns sind beim Zähneputzen fast die Füsse abgefrohren. War wirklich Arschkalt!! Warums so kalt war haben wir dann am nächsten Morgen gesehen.

Wir sind bei strahlendem Sonnenschein aus dem Bus und wir haben gesehen, dass es auf ca. 700m geschneit hat!!! UNGLAUBLICH!! Sind deswegen nach dem Frühstück erstmal auf einen Berg gefahren und haben super geile Fotos mit angezuckerten Bergen gemacht. Wir hoffen die Fotos werden gewürdigt, denn wenn wir noch 100m höher gefahren wären, wären wir persönlich im Schnee gestanden. ;)



Da wir dann nicht wirklich lust auf Hikking, Biking usw. hatten, haben wir unsere Sachen gepackt und sind nach Wanaka gefahren. Der Weg war das Ziel. Sind über ein Passstrasse gefahren und auch hier haben wir weltklasse Fotos gemacht! Bob Ross hätte es nicht besser malen können!



 - Die Frage an alle Leser: „Ist Bob Ross TOT???“ Julia meint ja, ich meine nein!! Wer hat Antworten für uns??




Wanaka selbst liegt eigentlich genau so wie Queenstown am See mit super schönen Bergen dahinter. Das schöne hier ist, dass alles etwas kleiner, etwas ruhiger und etwas entspannter ist.
Sind hier auf einem sehr entspannten Campingplatz mit super Aussicht auf dem Mount Aspiring direkt am Wasser! Vielleicht liegt es daran, dass es heute nicht mehr regnet, aber hier fühlen wir uns beide sehr wohl und bleiben deswegen gleich mal 2 Tag hier. Das haben wir seit Christchurch, also seit 14 Tagen nicht mehr gemacht. :)

Donnerstag, 26. Januar 2012

"We have seen a lot of Yellow-Augen-Pinguine"

 Nach gut 2 Stunden Fahrt – wobei die Strasse echt nur geradeaus ging und wir so viel Rückenwind hatten, dass der Bus ca. 5l weniger Sprit gebraucht hat – sind wir gut in Oamaru angekommen. Mussten dort leider auf einen „Top 10 Holiday Park“ fahren, weil das der einzige Campingplatz der Stadt ist. Normalerweise machen wir um diese kommerziellen Riesenanlagen einen grossen Bogen.
Der erste Eindruck war dann ganz okay, ist aber schnell verblasst - Wir waren nämlich einfach mal neben dem Güterbahnhof!! Super. Zum Glück waren wir beide so erledigt vom Wandern und vom Fahren, dass uns das scheissegal war. Haben dann nur noch Wäsche gewaschen, gegessen und sind dann ziemlich schnell ins Bett gefallen.
Am nächsten Morgen haben wir uns dann gleich noch eine Standpauke vom Platzwart anhören dürfen, weil wir angeblich auf einem falschen Platz geparkt haben! Naja...Sind dann nach dem Frühstück erstmal in die Stadt und haben uns die angeschaut. Auch hier muss man sagen: Es wurde nicht übertrieben. Einfach ein sehr sehr hübsches Städtchen.


Wollten uns hier eigentlich die sehr seltenen Zwerg- und Gelbaugenpinguine anschauen, aber da man hier entweder Eintritt zahlen muss, oder ca. 100m weit weg steht und lt. Touristeninformation dann auch nicht mal viel sieht, sind wir einfach 20km weiter gefahren. Und das war mal die beste Entscheidung der Welt! :)
Sind auf einen echt süssen kleinen Campingplatz direkt am Meer gelandet. Dort hat man uns die Info gegeben, dass wir 8km weiterfahren und dann einfach Richtung Meer gehen sollen, dann werden wir schon Pinguine sehen. Haben uns um 6 Uhr abends auf den Weg gemacht, weil da die Pinguine zu ihren Jungen zurück ans Ufer kommen. Zuerst sind wir in ein kleines Holzhäuschen gegangen von wo aus man den Strand überblicken konnte. Waren anfangs ganz alleine und es hat nicht lange gedauert, da kamen die ersten Pinguine aus dem Wasser gewatschelt. Haben ziemlich lachen müssen, wie sie über die Steine gesprungen sind. :) Die Gelbaugenpinguine gehören zu den weltweit seltensten Pinguinen und es gibt nur noch ca 4000 Stück, die alle an der Südküste von Neuseeland’s Südinsel brüten. Ihr Maoriname „Hoiho“bedeutet übersetzt so viel wie „lautes Geschrei“und den Namen haben sie wirklich verdient! :) Nachdem sie eine Weile in der Sonne standen, haben sie angefangen nach ihren Partnern und Küken zu schreien und zwar richtig laut! :) Die Hütte wurde dann immer voller mit Leuten, deshalb sind wir weiter und am Rand vom Zaun, der das Schutzgebiet abtrennt, entlanggegangen. Dort waren dann immer mehr Pinguine, teilweise nur 2m entfernt. Wirklich scheu waren sie nicht, einige sind sogar auf den Wegen, direkt vor unseren Füssen rumgelaufen. War sehr toll das alles so aus der Nähe zu beobachten. Ein Küken (das schon fetter wie die Mutter war) hat die ganze Zeit nach Futter gebettelt und ein Pärchen hat sich gegenseitig geputzt und liebkost. Waren fast 2h da u hatten echt viel Spass! :)





Am nächsten Morgen sind wir um 5.30 Uhr aufgestanden und in der Morgendämmerung zu den Moeraki Boulders gefahren. Das sind riesige runde Steine, die dort am Strand rumliegen und wir wollten das typische Postkartenfoto bei Sonnenaufgang machen. ;) Es war zwar ziemlich bewölkt, aber die Fotos sind trotzdem gut geworden und es war wunderschön um diese Zeit an einem (fast) menschenleeren Strand.




Danach haben wir uns erst nochmal hingelegt und bissal geschlafen, bevor wir weitergefahren sind nach Dunedin. Unterwegs wurde noch ein kleiner Fotostopp am Shagpoint eingelegt, um ein paar Pelzrobben anzuschauen. Diesmal waren es richtig viele und sie haben sich sogar bewegt! Bisher haben wir immer nur schlafende Pelzhügel gesehen. ;) Hoffen dass wir an der Catlins Coast noch Seelöwen sehen, die sind angeblich noch grösser.

Mittags sind wir in Dunedin angekommen, aber ausser Kaffeetrinken und einer kurzen Runde durch die Stadt haben wir nix gemacht. Waren beide etwas müde und faul. Richtige Stadtbesichtigung wurde auf den nächsten Tag verschoben und wir wollen auch endlich mal wieder ins Kino gehen! ;) Da es eh regnen soll, genau das Richtige. 
Zum Schlafen sind wir 20km raus aus der Stadt gefahren, auf die Otago Peninsula in das Mini-Dorf Portobello. Dort wurde es zum Abend hin noch richtig voll und wir haben ein paar Leute vom letzten Campingplatz getroffen-scheint so als wären wir nun doch auf der Ameisenstrasse gelandet. ;)
Um 6 Uhr abends sind wir dann nochmal los und zu einer Klippe um einen Blick auf eine Königsalbatros-Kolonie zu werfen. Die hat leider Eintritt gekostet, aber wir haben einige in der Luft gesehen und das waren schon echt Riesenteile-3m Flügelspannweite ist schonmal ne Ansage. :) Der ganze Ort hat leider echt gestunken. Überall waren Möwen,alles war vollgeschissen und wir haben mindestens 10 tote Vögel im Gras entdeckt-dementsprechend halt dann auch der Geruch...

Am nächsten Morgen war dann wider Erwarten Sonne statt Regen, aber kuschelige 10 Grad und Wind. Sind wieder nach Dunedin gefahren und haben für 13Uhr eine Stadtrundfahrt im Doppeldeckerbus gebucht. Bevor es losging haben wir gleich noch Kinokarten für 15Uhr gekauft. Kaum sassen wir im Bus hat es ordentlich angefangen zu schütten, also perfektes Timing. Unser Fahrer „Frosty“, ein ca 60-jähriger Kiwi hat uns dann eine Stunde durch die Stadt gekurvt und uns alles Mögliche über die verschiedenen Gebäude erzählt. Am meisten Infos haben wir aber über die Speights-Brauerei bekommen, seiner Meinung nach das beste Bier überhaupt. Wir haben es schon probiert und finden es ist der Inbegriff von „lak“. ;) Es war auf jeden Fall sehr lustig mit Frosty.

die steilste Strasse der Welt


Dunedin Railway Station - nach der Oper in Sydney das meistfotografierte Gebäude der Südhalbkugel


Nach einem kurzen Snack gings gleich weiter ins Kino-Sherlock Holmes 2. Der Film war cool, nur leider haben wir teilweise ganze Dialoge nicht verstanden, weil Robert Downey Jr. so einen krassen Slang spricht. Aber es war schön mal wieder ins Kino zu gehen. :)

Montag, 23. Januar 2012

Best of Mount Cook

Waren also am nächsten Morgen bei wunderschönem Wetter am Lake Tekapo wandern. Sind vom Campingplatz direkt losgegangen. Erst mal 1 Stunde am See entlang und dann bergauf zur grössten Sternwarte Neuseelands. War jetzt kein sooo hoher Berg, aber die Aussicht war herrlich und der türkise See war einfach nur der Hammer.


Waren dann um halb zwei wieder beim Bus. Haben noch geduscht, etwas gegessen und sind dann 50km Richtung Mt. Cook gefahren.
Die Fahrt war einfach nur der absolute Wahnsinn. Schaut euch einfach die Fotos an. Als fährt man in eine Postkarte rein. Die Farbe des Sees ist einfach unbeschreiblich. Ab und zu übertreiben die Neuseeländer ja wirklich mit ihrer landschaftlichen Schönheit, aber diesmal hat einfach ALLES gepasst.


Gestoppt haben wir dann 20km vor Mt Cook Village.
Der Grund:  Am nächsten Tag hatten wir einen Hubschrauber-Rundflug um Mt. Cook gebucht!!
Den Abend haben wir dann mit einem super Sonnenuntergang und roten Bergen verbracht. Geschlafen haben wir echt mitten im nirgendwo. Stockfinster war’s! :)

Am nächsten Tag war‘s also endlich so weit. Sind um 9 Uhr aufgestanden und um Punkt 11Uhr waren wir beim Hubschrauber!! Hatten einen 45 Minuten Rundflug inkl. Landung auf dem Gletscher gebucht.
Wetter war zum Glück PERFEKT!! Es waren zwar ein paar kleine Schleierwolken da, aber das war wirklich nicht der Rede wert.
Waren dann sechs Leute im Heli. Haben eine kurze Sicherheitseinweisung bekommen, sind eingestiegen und dann gings auch schon los. Einfach ein unglaubliches Erlebnis!! Man ist so schnell, so hoch und doch dem Boden so verdammt nah, dass man so viele Details sieht. Sind nach ca. 15 Minuten auf dem Tasman Gletscher gegenüber Mt. Cook gelandet! Also doch noch Schnee diesen Winter. ;)



Franz-Josef-Glacier



Nach ca. 10 Minuten und geschätzten zehntausend Fotos gings weiter. Einmal rund um den Berg und dann sogar noch zu den zwei bekanntesten Gletschern Neusselands – Franz-Josef- und Fox-Gletscher. Das Meer haben wir dann natürlich auch gesehen. Dann gings leider auch wieder zurück zum Landeplatz.
Waren 45 Minuten in der Luft. Alles zusammen einfach ein absolutes Highlight unserer Neuseelandreise und absolut unvergesslich. VIELEN DANK DIDA UND MAX FÜR DIESES TOLLE WEIHNACHTSGESCHENK!!! :D

Danach – so war der Plan – sind wir Richtung Mt Cook Village und wollten dort die Wanderung für den nächsten Tag organisieren und das Erlebnis erstmal setzen lassen.
Im DOC Büro haben sie uns dann folgende Info gegeben: HEUTE geiles Wetter und freie Plätze auf der Hütte! MORGEN Regen und Wind und ziemlich volle Hütte.
Da uns dann alle Mitarbeiter versichert haben, dass der Weg locker in 4 Stunden zu schaffen ist und es ja jetzt erst 13 Uhr ist haben wir uns entschlossen, unsere erste 2-Tages-Wanderung zur Mueller-Hut gleich jetzt in Angriff zu nehmen.
Haben dann noch alle Sicherheitszettel ausgefüllt (hier ist es so, dass jeder Wanderer eine Karte ausfüllen muss. Einen Teil bekommt der Wanderer, einen Teil behält der DOC und deinen Teil musst du nach der Rückkehr wieder abgeben) und haben noch was gegessen.
Sind dann zum Parkplatz und haben gepackt. Unglaublich was man für eine Nacht alles mitnehmen muss. Hatten einen grossen und einen kleinen Rucksack! Mitnehmen mussten wir Schlafsäcke, Topf, Essen, Besteck, Jacke, noch eine Jacke, Skiunterwäsche, Mütze und Schal (Ja, hier ist eigentlich Sommer...)
Um 14:30 Uhr gings dann los. Hatten beide ein etwas komisches Gefühl weil wir noch nie so spät zu einer Wanderung aufgebrochen sind. Aber die Sonne geht hier so unglaublich langsam unter. Es ist wirklich mindestens bis 21Uhr so hell, dass man ohne Taschenlampe gehen kann.
Die erste Stunde war dann nach dem schnellen und nicht ganz so leichten Mittagessen ziemlich hart. Es ging fast nur über Stufen ziemlich steil nach oben!!
Nach mehreren Pausen haben wir dann aber unseren Schweinehund überwunden und es hat wirklich verdammt viel Spass gemacht. Das Panorama hat dann echt den Rest gegeben. Direkt am Mueller Gletscher nach oben mit Mega Aussicht! Alleine deswegen war‘s die ganze Anstrengung wert!


Nach ca. 3 Stunden dachten wir dann eigentlich, dass wir da sind, aber da hatten wir leider das ca. 300 Meter hohe Geröllfeld übersehen. Das war noch mal echt eine harte Nummer! Sind über Steine geklettert, immer auf den nächsten orangenen Markierungspfosten zu. Als wir das geschafft hatten waren wir endlich oben auf dem Berg! :) Von da gings noch 10 Minuten auf dem Kamm relativ eben weiter bis wir die Hütte sehen konnten. Mussten dann noch durch zwei Schneefelder laufen und waren nach exakt 4 Stunden auf der Mueller-Hut. Umgeben von Gletschern und Panoramerblick auf den – genau – Mt Cook. ;)



Nach uns sind dann tatsächlich noch 6 Leute gekommen. Ein Bett hat aber trotzdem jeder bekommen. Zu Essen gabs bei uns nur Brotzeit. Mehr konnten wir leider nicht mehr einpacken, weils echt zu spontan war. Mussten dann ziemlich lachen, als wir die Menüs der anderen Hüttenbesucher gesehen haben.
Die Leute in unserem Alter hatten alle Fertignudeln oder Reis dabei. ABER – jetzt bitte genau lesen – bei einer Familie gabs Hendlhaxn mit Salat! Bei einer anderen Familie gabs LACHSFILET mit Sahnesauce!!! Alles klar oder??

Geschlafen haben wir dann mehr schlecht als recht. Leider hat in der Nacht das schlecht Wetter schon angefangen und zeitweise hatten wir das Gefühl, die Hütte fliegt jetzt dann weg.
Sind dann auch pünklich um 6 Uhr morgens zum Sonnenaufgang wachgeworden. Das Wetter war da schon echt nicht mehr so toll. Haben dann recht schnell gefrühstückt und haben zusammengepackt. Die Wetteransage war nämlich, dass es zu Mittag hin regnen bzw. schneien soll! Und darauf hatten wir auch garkeinen Bock. Ausserdem hat man gesehen, dass immer mehr dunkle Wolken über die Bergen kommen!
Sind dann um acht Uhr morgens mit recht leichtem Gepäck aufgebrochen. Wir hatten nämlich – abgesehen von den Schlafsäcken und dem Kochtopf – alles an! ;)
Am Kamm wars dann schon recht windig, aber noch sehr sehr gut zu gehen. Das Geröllfeld haben wir dann auch recht gut hinter uns gebracht. Von da aus haben wir dann gesehen, dass die Hütte schon komplett in Wolken war. Also super, dass wir so früh los sind.





Haben dann insgesamt 3 Stunden für den Rückweg gebraucht. Als wir beim Auto waren hats einfach mal voll angefangen zu regnen. :)
Haben dann erstmal unsere Sicherheitskarte abgegeben und wollten eigentlich – so war mal wieder der Plan – nur 50km fahren und einfach chillen. Leider haben wir keinen Campingplatz gefunden, der uns so richtig gut gefallen hat. Sind deswegen an dem Tag noch 150km weit nach Oamaru gefahren. Also vom höchsten Berg mit 3700m direkt an den Sandstrand. Und das in 2 Stunden!! Langsam lernen wir Neuseeland wirklich zu schätzen. ;)

Zusammenfassend lässt sich sagen: Drei Wahnsinnstage, bei dem mit Hubschrauberflug ein absolut ungeplantes Highlight passiert ist und wir uns mit einer 2-Tages-Bergtour einen grossen Traum erfüllt haben.
Übrigens ist uns folgendes aufgefallen: Fleissigen Bocklesern wird nicht entgangen sein, dass wir am Arthur’s Pass bei ströhmendem Regen zwei Tramper mitgenommen haben. Seitdem ist das Wetter 1a, wir haben gefühlte 500 Highlights erlebt und uns geht es einfach nur gut. Deswegen heisst das Motto zur Zeit: JEDEN TAG EINE GUTE TAT!! ;)