Der erste Eindruck war dann ganz okay, ist aber schnell verblasst - Wir waren nämlich einfach mal neben dem Güterbahnhof!! Super. Zum Glück waren wir beide so erledigt vom Wandern und vom Fahren, dass uns das scheissegal war. Haben dann nur noch Wäsche gewaschen, gegessen und sind dann ziemlich schnell ins Bett gefallen.
Am nächsten Morgen haben wir uns dann gleich noch eine Standpauke vom Platzwart anhören dürfen, weil wir angeblich auf einem falschen Platz geparkt haben! Naja...Sind dann nach dem Frühstück erstmal in die Stadt und haben uns die angeschaut. Auch hier muss man sagen: Es wurde nicht übertrieben. Einfach ein sehr sehr hübsches Städtchen.
Wollten uns hier eigentlich die sehr seltenen Zwerg- und Gelbaugenpinguine anschauen, aber da man hier entweder Eintritt zahlen muss, oder ca. 100m weit weg steht und lt. Touristeninformation dann auch nicht mal viel sieht, sind wir einfach 20km weiter gefahren. Und das war mal die beste Entscheidung der Welt! :)
Sind auf einen echt süssen kleinen Campingplatz direkt am Meer gelandet. Dort hat man uns die Info gegeben, dass wir 8km weiterfahren und dann einfach Richtung Meer gehen sollen, dann werden wir schon Pinguine sehen. Haben uns um 6 Uhr abends auf den Weg gemacht, weil da die Pinguine zu ihren Jungen zurück ans Ufer kommen. Zuerst sind wir in ein kleines Holzhäuschen gegangen von wo aus man den Strand überblicken konnte. Waren anfangs ganz alleine und es hat nicht lange gedauert, da kamen die ersten Pinguine aus dem Wasser gewatschelt. Haben ziemlich lachen müssen, wie sie über die Steine gesprungen sind. :) Die Gelbaugenpinguine gehören zu den weltweit seltensten Pinguinen und es gibt nur noch ca 4000 Stück, die alle an der Südküste von Neuseeland’s Südinsel brüten. Ihr Maoriname „Hoiho“bedeutet übersetzt so viel wie „lautes Geschrei“und den Namen haben sie wirklich verdient! :) Nachdem sie eine Weile in der Sonne standen, haben sie angefangen nach ihren Partnern und Küken zu schreien und zwar richtig laut! :) Die Hütte wurde dann immer voller mit Leuten, deshalb sind wir weiter und am Rand vom Zaun, der das Schutzgebiet abtrennt, entlanggegangen. Dort waren dann immer mehr Pinguine, teilweise nur 2m entfernt. Wirklich scheu waren sie nicht, einige sind sogar auf den Wegen, direkt vor unseren Füssen rumgelaufen. War sehr toll das alles so aus der Nähe zu beobachten. Ein Küken (das schon fetter wie die Mutter war) hat die ganze Zeit nach Futter gebettelt und ein Pärchen hat sich gegenseitig geputzt und liebkost. Waren fast 2h da u hatten echt viel Spass! :)
Am nächsten Morgen sind wir um 5.30 Uhr aufgestanden und in der Morgendämmerung zu den Moeraki Boulders gefahren. Das sind riesige runde Steine, die dort am Strand rumliegen und wir wollten das typische Postkartenfoto bei Sonnenaufgang machen. ;) Es war zwar ziemlich bewölkt, aber die Fotos sind trotzdem gut geworden und es war wunderschön um diese Zeit an einem (fast) menschenleeren Strand.
Danach haben wir uns erst nochmal hingelegt und bissal geschlafen, bevor wir weitergefahren sind nach Dunedin. Unterwegs wurde noch ein kleiner Fotostopp am Shagpoint eingelegt, um ein paar Pelzrobben anzuschauen. Diesmal waren es richtig viele und sie haben sich sogar bewegt! Bisher haben wir immer nur schlafende Pelzhügel gesehen. ;) Hoffen dass wir an der Catlins Coast noch Seelöwen sehen, die sind angeblich noch grösser.
Mittags sind wir in Dunedin angekommen, aber ausser Kaffeetrinken und einer kurzen Runde durch die Stadt haben wir nix gemacht. Waren beide etwas müde und faul. Richtige Stadtbesichtigung wurde auf den nächsten Tag verschoben und wir wollen auch endlich mal wieder ins Kino gehen! ;) Da es eh regnen soll, genau das Richtige.
Zum Schlafen sind wir 20km raus aus der Stadt gefahren, auf die Otago Peninsula in das Mini-Dorf Portobello. Dort wurde es zum Abend hin noch richtig voll und wir haben ein paar Leute vom letzten Campingplatz getroffen-scheint so als wären wir nun doch auf der Ameisenstrasse gelandet. ;)
Um 6 Uhr abends sind wir dann nochmal los und zu einer Klippe um einen Blick auf eine Königsalbatros-Kolonie zu werfen. Die hat leider Eintritt gekostet, aber wir haben einige in der Luft gesehen und das waren schon echt Riesenteile-3m Flügelspannweite ist schonmal ne Ansage. :) Der ganze Ort hat leider echt gestunken. Überall waren Möwen,alles war vollgeschissen und wir haben mindestens 10 tote Vögel im Gras entdeckt-dementsprechend halt dann auch der Geruch...
Am nächsten Morgen war dann wider Erwarten Sonne statt Regen, aber kuschelige 10 Grad und Wind. Sind wieder nach Dunedin gefahren und haben für 13Uhr eine Stadtrundfahrt im Doppeldeckerbus gebucht. Bevor es losging haben wir gleich noch Kinokarten für 15Uhr gekauft. Kaum sassen wir im Bus hat es ordentlich angefangen zu schütten, also perfektes Timing. Unser Fahrer „Frosty“, ein ca 60-jähriger Kiwi hat uns dann eine Stunde durch die Stadt gekurvt und uns alles Mögliche über die verschiedenen Gebäude erzählt. Am meisten Infos haben wir aber über die Speights-Brauerei bekommen, seiner Meinung nach das beste Bier überhaupt. Wir haben es schon probiert und finden es ist der Inbegriff von „lak“. ;) Es war auf jeden Fall sehr lustig mit Frosty.
| die steilste Strasse der Welt |
| Dunedin Railway Station - nach der Oper in Sydney das meistfotografierte Gebäude der Südhalbkugel |
Nach einem kurzen Snack gings gleich weiter ins Kino-Sherlock Holmes 2. Der Film war cool, nur leider haben wir teilweise ganze Dialoge nicht verstanden, weil Robert Downey Jr. so einen krassen Slang spricht. Aber es war schön mal wieder ins Kino zu gehen. :)
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