...noch nie zuvor haben wir soviel gutes feedback bekommen, wie für unsere Idee eine Weltreise zu machen. Egal ob Freunde, Familie oder die Apothekerin-jeder sagt in etwa das Gleiche "Mach das!" :)
Also machen wir es einfach!
Und für alle, die miterleben wollen wie es uns in den nächsten 8 Monaten so ergeht, der kann es hier mitverfolgen.
Wir werden euch an unserem Abenteuer teilhaben lassen und viele schöne Fotos machen
(damit ihr auch was zum Gucken und neidisch sein habt ;))
Viel Spaß beim Mitlesen und Kommentieren!

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unsere Route in Bildern

Montag, 9. Januar 2012

Von Picton bis in den Nelson Lakes Nationalpark



In Picton angekommen wollten wir eigentlich einen guten Kaffee trinken, aber wie immer waren wir mal wieder zu spät. Haben uns dann zu den „besten Fish & Chips“ der Stadt hinreissen lassen und ganz ehrlich: Wenn das die Besten waren, wollen wir die Schlechten garnicht sehen!! Gut ist anders. 

Nach diesem „tollen Essen“ wollten wir noch etwas vom Abend haben und sind Richtung Nelson gefahren. Haben aber auf halber Strecke gehalten und haben die Nacht auf einem DOC Campingplatz direkt am Fiord verbracht. Haben dort auch ein dt. Auswandererpärchen getroffen. Hatten einen ganz lustigen Abend mit Bier, Wein und Chips und sind am nächsten Tag gut erholt weitergefahren. 

20km nach Abfahrt bzw. 30 Min nach dem Frühstück mussten wir dann schon wieder anhalten. Wir waren nämlich in der „Welthauptstadt der Grünlippenmiesmuschel“. Das mussten wir natürlich ausnutzen. Waren erstmal Muscheln essen. Dachten uns, so ein kleiner Teller mit 12 – 16 Muscheln ist ja OK. Leider sind die Dinger so riesig, dass das auch locker fürs Abendessen gereicht hätte. War aber verdammt lecker. 



In Nelson haben wir dann einen sehr süssen Campingplatz gefunden. Mitten im Wald an einem kleinen Fluss und der hat nur 6 Dollar gekostet. Im Fluss waren wir dann auch kurz baden und da haben wir das erste Mal Bekanntschaft mit der berühmten „Sandfliege“ gemacht. Das sind mal biestige Viecher. Sehen aus wie Fruchtfliegen, können aber beissen wie die grossen. Haben gleich mal unsere laotische Geheimwaffe „Jungo“ Mückenspray ausgepackt und das hat so einigermassen geholfen. :)

Am nächsten Tag wollten wir uns eigentlich einen Kajak ausleihen, aber leider war es sehr sehr bewölkt und windig, deswegen sind wir einfach mal so in die Stadt gefahren. Haben in der Stadt gerade darüber geredet, wo ich am besten parken soll, als sich ein kleines Kind auf der anderen Stassenseite von seiner Mama losgerissen hat und mir direkt vors Auto gelaufen ist!! Super krass. Hab eine Mega Vollbremsung gemacht und auch noch eine gute Ausweichbewegung. Julia dachte schon, ich hätte ihn überfahren. Zum Glück ist nichts passiert. Die Mama hat sich 100x entschuldigt. Sind zum Glück mit einem riesigen Schrecken davongekommen. War aber echt nicht lustig und ein richtiges Schockerlebnis. Aber keine Sorge!! Uns geht es gut, dem kleinen Kind geht es wohl auch gut und bis auf eine 1m lange Bremsspur auf den Strassen von Nelson ist nichts passiert.
Der Tag war dann dementsprechend etwas komisch. Julia hat sich eine Jeans gekauft, wir haben die wahrscheinlich besten Falafel der Welt gegessen (diesmal wirklich) und waren guten Kaffee trinken.
Am nächsten Tag sind wir nicht gleich weiter gefahren sondern sind noch auf den „Nelson Saturday Market“ gegangen. Eine Mischung aus Tollwood und Freisinger Markt war das. Gab viel Gemüse und Obst zu kaufen aber auch Kleidung und Schmuck und Kaffee und Kuchen. Sehr cool. Waren fast zwei Stunden auf dem Markt und haben erst echten österreichischen Apfelstrudel mit Vanillesosse gekauft, dann frisch gepressten Apfelsaft und noch eine echte deutsche Salami fürs Wandern :)



Danach sind wir nach St. Arnaud gefahren. Ein verschlafenes Nest mit – jetzt mal genau lesen – 100 Einwohnern und 400 Häusern!!! Liegt daran, dass 350 Häuser neuseeländische Ferienhäuser sind. Sehr geil ist auch, dass es eine Tankstelle gibt, die als einzige Tanke, einziger Laden und einzige Imbissbude im Ort fungiert :) Sind hier auf einem DOC Campingplatz gelandet, der vom Autofenster einfach nur perfekt ausgesehen hat. Neue Klohäuschen, riesige Stellplätze mit Hecken abgetrennt und einfach nur toll toll toll. Als wir ausgestiegen sind, wars aber vorbei mit toll toll toll. Denn dann kamen die Sandfliegen und das war mal alles andere als lustig. Die Dinger sind einfach schwarmweise gekommen. Haben uns komplett eingesprüht und uns mit Schal vermummt aber die Dinger waren einfach überall. Haben dann schnell gekocht und sind dann in die Küche geflüchtet um drinnen zu essen.
Kaum war die Sonne weg wurde es zwar Sandfliegenfrei aber auch saukalt. Sind deswegen relativ früh ins Bett und am nächsten Tag um 7 Uhr aufgestanden weil wir endlich unsere erste Wanderung starten wollten. Auf den Mt Robert. Leider war das Wetter extrem windig. Sind dann extra vor Aufbruch noch mal zum Infocenter und haben gefragt, ob man das machen kann, aber die meinten, es ist alles OK.
Sind dann bis zum Parkplatz gefahren und haben uns auf den Weg gemacht. Der Weg war wirklich sehr schön. Ging sehr schnell sehr steil bergauf und die Aussicht war wirklich toll. Sind nach 2 Stunden aus dem Wald rausgekommen und Richtung Kamm gelaufen. Dort wurde der Wind dann leider so stark, dass wir erstmal in der Schutzhütte Pause gemacht haben. Sind danach noch 5 Min am Kamm weitergelaufen, haben dann aber den Rückweg angetreten, weil der Rundweg auf der Wind zugewandten Seite entlanggegangen wäre und ausserdem total ungeschützt war. War uns dann echt zu riskant und zu doof bei 70km/h Wind auf einem Kamm zu laufen. Auch wenn wir diverse Leute gesehen haben, die deutlich schlechter angezogen waren. 


Sind dann nach ingesamt 4 ½ Stunden Wanderung wieder am Auto angekommen. Für unsere ersten neuseeländischen Wanderschritte kein schlechter Anfang und wir freuen uns schon auf die nächsten Touren. Sind ausserdem etwas stolz auf uns selbst, dass wir den Mut hatten, einfach mal umzudrehen, bevor etwas passiert. Das gibt uns ein gutes Gefühl für die nächsten Wanderungen.
Waren nach der Wanderung zum ersten Mal Öl nachfüllen. Hoffen dass das Auto jetzt etwas besser läuft, denn der Ölstand war die letzten Tage schon bedenklich niedrig. Haben uns da ganz auf die Kenntnisse des Tankstellen-, Markt-, Imbissbesitzers verlassen und super gutes „Diesel Motor Öl“ in den Tank geschüttet. Wenn wir ab morgen festsitzen, sagen wir Bescheid :)
Wollen morgen – unplanmässig – weiter richtung Westküste und uns dort die „Pancakerocks“ und eine Robbenkolonie anschauen. Ausserdem soll es dort wunderschöne, menschenleere Strände geben. Leider sind die menschenleer, weil es so viele Sandfliegen geben soll, dass man es nicht länger als 5 Minuten dort aushält. Aber mal schauen, wie das wird.




1 Kommentar:

  1. Die Miesmuscheln sind ja echt RIIIEEESIG!! schon richtig gruselig irgendwie! Seid bei euren neuen Wanderungen genauso vorsichtig, dann kann ja nichts passieren :-)Viel Spaß weiterhin!

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