Tag 1:
Heute Morgen
mussten wir leider nach einer guten, aber doch etwas lauten Nacht wieder
ausziehen. Das Zimmer hatte ein Bad und unsere Reservierung war ohne Bad. Also
alles wieder in den Rucksack. Haben unser Sachen einfach beim Hotel abgegeben und
sind los. Rein in diese tolle Stadt.
Erste
Aufgabe. Frühstück. Zum Glück ist gleich neben unserem Hotel ein Bagel-Laden,
wo es ganz gutes Frühstück gibt. Dort gabs erstmal Bagels und Kaffee.
Danach gings
zum noch relativ menschenleeren Times Square und dort haben wir unseren „New
York Pass“ abgholt. 7 Tage keinen Eintritt in fast alle Sehenswürdigkeiten New
Yorks. Mal schauen wie viel wir nutzen können.
Danach gings
bei bestem Wetter zum Ground Zero. Ist schon unglaublich wie riesig das ist.
Das „One World Trade Center“ bzw der sogenannte „Freedom Tower“ ist übrigens
seit ein paar Wochen das höchste Gebäude New Yorks und löst damit das Empire
State Building ab. Viel beeindruckender als den Platz – der nach wie vor eine
fette Baustelle ist – fanden wir die St. Pauls Chapel. Diese Kirche hat den
Einsturz der Twin Towers fast unbeschadet überstanden und diente während der
Rettungseinsätze und den Aufräumarbeiten als Zufluchtsort für die
Feuerwehrmänner. Noch heute findet man Bilder und Plakate von 9/11. Das Ganze
war schon etwas aufwühlend. Ich glaube erst hier in New York versteht man
richtig, was das damals für die Menschen bedeutet hat.
Aber viel
Zeit zum Nachdenken hatten wir nicht. Wir mussten wieder zurück zum Times
Square, weil dort um 14 Uhr unsere erste Tour angefangen hat. Mit dem Trolley
Bus durch Brooklyn.
Begrüsst
wurden wir von Mike und seinem Fahrer. Von der ersten Minute an hat er uns mit
Infos vollgestopft. War am Anfang ganz schön anstrengend, weil es in Manhattan
ja ziemlich viel zu reden gibt-wir kamen uns ein bisschen wie beim Tennis vor,
so schnell mussten wir den Kopf hin und herdrehen. ;-)
Aber kaum
sind wir über die Brücke gefahren, wurde es etwas entspannter.
Brooklin ist
an sich schon ein sehr geiles Viertel. Sehr viel menschlicher als Manhattan. Es
gibt viele Parks und viele „Nachbarschaften“. Ausserdem kann man sich hier auch
als Aussenstehender ein Leben in dieser Stadt vorstellen.
Gestoppt
haben wir dann auch noch bei einem Flea-Market direkt an der Waterfront. Nach 3
Stunden gings zurück nach Manhattan. Wir sind aber schon in Soho ausgestiegen.
Eigentlich
wollten wir shoppen, leider war Sonntag und es war auch schon 5 Uhr abends, von
daher gab es leider nicht mehr viel zu shoppen. Dafür gabs Canollies beim
Ferarra Cafe.
Um 19 Uhr
gings zurück ins Hotel. Dort haben wir erstmal unser neues Zimmer bekommen. Auf
den ersten Blick nicht so schön wie das alte, ABER sehr viel ruhiger.
Tag 2:
Geschlafen haben
wir heute Nacht wie die Steine. Trotz Strasse, trotz Menschen. Wir waren
einfach fertig. Aber trotzdem sind wir früh aufgestanden und haben uns auf den
Weg zum Empire State Building gemacht.
Als wir um 9
Uhr dort waren, war noch kein Mensch da. Waren fast alleine dort und deswegen
hatten wir auch den Aufzug zum 80. Stock GANZ ALLEINE :) Unglaublich. Als wir
dann im 86. Stock waren, haben wir gesehen, warum :( Leider war der Himmel alles andere als schön.
Das gute Wetter, das eigentlich für den Vormittag angesagt war, hing über dem
Central Park und am Finacial District waren dicke fette Wolken! Für ein paar
geile Fotos hats gereicht, aber nach 30 Minuten hats richtig ekelig angefangen
zu regnen und wir sind wieder runter. Schade, aber wir habens mit Humor
genommen.
Deswegen
gings danach auch noch zum Skyride. Eine Art 3D-Kino. Hat nur 10 Minuten gedauert
und war jetzt nicht sooo toll. Also eigentlich wars unscharf und nicht so der
Hit. Da können die vom 4D Kino aus Bangkok noch was lernen :)
Weils dann
so richtig schön geregnet hat sind wir Richtung „National Museum of Natural
History“ gefahren. Auch dort hatten wir nicht so viel Glück. Zum einen waren
ca. 500 Schulklassen am Start, zum anderen war am Abend irgendeine
Veranstaltung im Museum und das halbe Ding wurde um 16 Uhr zu gemacht. Trotzdem
hat uns vor allem die Ausstellung der Dinosaurier super gefallen. Wie wir
später erfahren haben, war diese „irgendeine Veranstaltung“ wohl deswegen, weil
Barak Obama in NYC war. Auch gut. ;-)
Nach dem
Museum sind wir zurück zum Madison Square Park und haben uns beim berühmten
„Shake Shack“ einen Burger geholt. Die Schlange geht immer durch den halben
Park, aber wegen dem schlechten Wetter, mussten wir nur 20min warten-und das
Warten hat sich definitiv gelohnt! :)
Abends gings
noch nach „Little Italy“ und „Chinatown“ und dort gabs beim „Lomardis“ eine
sehr geile Pizza. Das ist angeblich die älteste Pizzeria in den USA.
Der Tag
bestand sozusagen aus Regen, laufen, fressen :)
Tag 3:
Heute morgen
wars einfach mal sau kalt. ZEFIX. Es ist Sommer. Sollte es zumindest sein.
Wir sind
heute zum Grand Central Terminal gefahren. Das nenn ich mal einen Bahnhof. SO
und zwar nur SO sollte ein Bahnhof aussehen
Haben uns dort 30
Minuten eine Audio Tour angehört und danach die „Flüsterecke“ im Untergeschoss
ausprobiert. Das ist ein Gewölbe und wenn man sich in die jeweils
gegenüberliegenden Ecken stellt, kann man miteinander reden. Obwohl man gute 10
Meter auseinander steht.
Viel geiler
war aber, dass wir dort mitten in einen Renter Ausflug reingeraten sind. Die
fanden das nur geil. Haben uns ungläubig angeschaut und zur Julia gesagt „It
works!! I can’t believe it, but it works“ Als wären wir dafür verantwortlich :)
Nach dem
Grand Central gings zur Public Library. Auch ein sehr schönes Gebäude und die
grösste öffentliche Bibliothek der Welt.
Lustig war aber, dass trotz der vielen Bücher fast alle Besucher mit ihrem MAC in der
Bibliothek sitzen :)
Danach gings
über den Bryant Park
zum Katz Delis, einem der ältesten Delicatessen Läden von New York und auf alle Fälle ein Sandwich wert.
Danach sind wir zur Waterfront gefahren. Wollten uns eigentlich nur mal
informieren, wann man so eine Bootstour machen kann. Antwort: JETZT. Haben um
15:35 Uhr noch Tickets für die 15:30 Uhr Tour gekauft und wurden dann im
Laufschritt von einem Security Officer zum Boot gebracht. Natürlich durch den
Hintereingang. Klar. Für den normalen Weg und Taschenkontrollen hatten wir
keine Zeit mehr.
Die
Bootstour – übrigens eine halbel Umrundung von Manhattan und wieder zurück –
war dann echt toll. Viele Infos gabs vom Guide und die Freiheitsstatue haben
wir auch ganz nah gesehen. Sinnvoll war der Hinweis „Zuerst fahren wir so dran
vorbei, dass sie RECHTS von uns ist, dann wenden wir und dann ist sie LINKS“.
Uns war das klar. Wir waren LINKS gesessen und dachten „klar, erst sehen wir
sie nicht so gut, und dann gut“. Klar war garnichts. Alle Leute von LINKS sind
nach RECHTS gerannt und nachdem das Boot gewendet hat sind alle von RECHTS nach
LINKS gerannt. Super nervig. Auf dem Rückweg hat es dann wiedermal angefangen
zu regnen...
Danach gings
wieder richtung Heimat. Gegessen haben wir beim „Eataly“. Ein riesiger Feinkostitaliener
und irgendwie eine Mischung aus Geschäft und Restaurant. Man hockt mitten drin
und drum herum kaufen die Leute ein. Das Essen ist dort jedenfalls super
gewesen! Danach gabs noch ein leckeres
Eis und das war fast so gut wie unser Pistazien-Eis aus Rom-wer hätte das
gedacht! :)
Tag 4
Trotz
schlechter Wettervorhersage gings heute bei strahlendem Sonnenschein Richtung
Wall Street. Leider ist die berühmte Trinity Church derzeit im Baugerüst. Klar.
Deswegen gings erstmal zum Essen. Haben uns mit ca. 30 sehr sehr sehr sehr
beschäftigten Bankern in einen Bagel Laden gestürzt. Mussten unsere Bestellung
über 5 Leute zum Tresen brüllen. Hat aber gut geklappt und die Dinger waren echt
lecker und sogar richtig günstig.
Den
weltberühmten Bullen haben wir dann auch gesehen. Oder zumindest erahnt. Wir
wurden von ca. 8 chinesischen Reisegruppen überrannt. Kam zu leicht
tumultartigen Szenen. Lustig waren vor allem 2 Polizisten, die anfangs
begeistert mit den Chinesen für ihre Fotos posiert haben. Als es aber immer
mehr wurden und die Schlange vor den Polizisten schon länger als vor dem
Bullen, wurde ihr Lächeln dann doch etwas gequält. Wir haben sie dann ihrem
Schicksal inmitten der schubsenden Menge überlassen. :)
Weil das
Wetter dann immer noch geil war und nur ein paar dunkle Wolken am Himmel waren,
haben wir uns am Battery Park ein Radel ausgeliehen und sind zur Brooklyn
Bridge gefahren. Dort haben wir uns den Weg durch die Menge geklingelt und sind
über die Brücke nach Brooklyn geradelt.
Bei geilem
Wetter gings noch ein bissal an der Waterfront entlang und nach einem super
leckeren Mittagessen gings auf dem selben Weg wieder zurück.
Nach dem
Radeln wollte ich eigentlich noch in den Madison Square Garden. Leider hat der gerade geschlossen. Die Knicks
sind ja wieder mit Paucken und Trompeten aus den Playoffs geflogen und so
wurden wohl die Bauarbeiten etwas früher gestartet. Naja, immerhin hab ich ihn
von aussen gesehen.
Im Madison
Square Park gabs dann noch mal super geiles Eis vom Eataly und wir haben Leute
beobachtet :)
Am Abend
gings dann ins East Village bzw. Lower East Side. Dort gabs sehr sehr geile
Pommes – angeblich die Besten von NYC – und wir haben uns ein wenig ins Nachtleben
gestürzt.
Tag 5
Heute morgen
gings richtig früh los. Um 8 Uhr morgens sind wir aus dem Haus und ab zum
Rockefellercenter. Dort waren wir einfach mal die aller ersten Leute.
Durften dann
– mal wieder – alleine mit dem Aufzug nach oben fahren und waren dann um 8:30
Uhr ALLEINE bei strahlendem Sonnenschein auf dem Dach des Rockefeller Centers
:) Unglaublich. So scheisse das Wetter auf dem Empire State Building war, so
geil wars auf dem Rockefeller. Die Aussicht war mega geil und wer kann schon
sagen, fast alleine auf dem Dach des Rockefellers gefrühstückt zu haben? :D
Nach 2
Stunden gings dann wieder runter und auf direktem Weg zum Central Park.
Dort haben
wir uns erstmal Frühstück geholt und haben im Central Park am See gefrühstückt.
Bagels mit Frischkäse und Kaffee. Das ganze bei 25 Grad. Es könnte uns
schlechter gehen. ;-)
Nach dem
Essen haben wir uns mit ca. 10 Tausend anderen Leuten ein Fahrrad ausgeliehen
und sind durch die Park geradelt. Oder besser gesagt, aussen rum. Das war auch
ganz cool, wobei es schade ist, dass man garnicht in den Park reinfahren darf.
Man darf nur auf der Strasse mehr oder weniger aussen rum fahren ... Aber auch
das war ganz OK. Die wichtigsten Sachen haben wir gesehen und der Park ist
wirklich sehr schön und gepflegt.
Wir wurden mehrmals von Joggern überholt,
denen man ansah, dass sie diese Runde jeden Tag rennen.
Danach waren
wir echt richtig müde. Haben es die letzten Tage doch ganz schön krachen
lassen, was rumrennen und Sachen anschauen angeht.
Wir sind
dann noch mal zum Times Square und haben uns in die Schlange für die
Abendkassen vom Broadway gestellt. Nach 30 Min Warten haben wir dann 2 Tickets
für „Chicago“ ergattert. 50% vom Originalpreis und das ganze auch noch in der
zweiten Reihe von VORNE – JUHU.
Also ab nach
Hause, im Park noch einen geilen Shake Shack Burger reingepiffen, geduscht und
fertig gemacht und dann ab an den Broadway.
Chicago war
dann sehr geil. Tolle Tanzeinlagen und der Gesang war auch super. Wir haben es
uns zwar grösser vorgestellt, aber im Grunde war es ja klar, dass die nicht
jeden Tag vor 5000 Leuten spielen. Aber 500 Zuschauer waren schon da und es war
fast ausverkauft.
Tag 6
Heute ist
also unser letzter voller Tag! Nicht nur von New York, sondern von unserer ganzen
Reise. Ein bisschen traurig sind wir ja schon-es ging dann doch alles sehr
schnell vorbei.
Den Tag
haben wir deswegen mal GANZ ENTSPANNT verbracht.
Haben bis 9
Uhr geschlafen und sind dann ins West Village gefahren. Dort gabs erstmal
Frühstück und wir haben zum letzten Mal einen Schwung Postkarten geschrieben. Dann
gings endlich zum shoppen. Und wie wir geshoppt haben. Hätten wir irgendwie
einen Plan, noch etwas länger zu bleiben. KEINE SORGE. Jetzt ist wirklich alles
Geld weg ;)
West Village
heisst dann natürlich auch – Sex and the City. Hier wurde nämlich der
Hauseingang von Carrie gedreht. Den haben wir natürlich auch angeschaut. Carrie
war leider nicht zuhause... ;-)
Aber wie so
oft – die Häuser und das Viertel drum rum waren eigentlich noch schöner.
Sind dann
einfach durch die Gegend gelaufen und haben New York ein bisschen auf uns
wirken lassen. NY Uni und Washington Park haben wir auch angeschaut und im East
Village geessen.
Noch was Geiles
am Rande. Wir wurden heute 2x von Leuten nach dem Weg gefragt! Offensichtlich
sehen wir schon so New York aus, dass uns keiner mehr für Touris hält und DAS
ist fast das tollste Kompliment. :)))
Am Abend waren wir noch in Brooklyn und haben sehr gut gegessen. Sozusagen das Geburtstagsessen. Danke Willi und Claudia für die Einladung :)
Morgen gehen
wir noch auf den „Hell’s Kitchen Flea
Market“-ein riesiger Flohmarkt und dann heisst es auch schon Abschied nehmen.
Die Tage hier sind unglaublich schnell vergangen und wir haben nach einer Woche
trotzdem nicht mal annähernd alles gesehen, aber wir freuen uns jetzt auch auf
zuhause. Auf unser eigenes Bett und auf unsere Freunde und Familie. 8 Monate
waren ja dann doch noch ne ziemlich lange Zeit. :)
Aber das ist
nicht der letzte Eintrag gewesen. ;-)
Hi Puli,
AntwortenLöschenDeine Jeans ist ja ganz zerrissen! ;-) Es wird echt Zeit dass Ihr heimkommt.
Bis morgen
LG
Clopper & Lupo