Nach einer kurzen Fahrt von Valladolid sind wir in Tulum
angekommen. Auch hier bei einer ziemlichen Hitze.
Nachdem wir erst auf eigene Faust vergeblich ein Hotel
gesucht haben, haben wir uns erstmal zu einer Tauchschule fahren lassen. Dort
haben wir uns ein paar Infos über tauchen in den Cenotes geholt und sind dann
nochmal auf Zimmersuche.
Haben nach einigem hin und her ein ganz süsses Hostel – ohne
Namen – gefunden. Das Hostel hat nur vier Zimmer und war bis auf drei Leute im
Dorm komplett leer. Wir sind zwar jetzt nicht direkt am Strand, aber das Zimmer
ist super schön, echt gross und die Leute sind sehr freundlich.
Am nächsten Morgen haben wir uns erstmal zwei Fahrräder
geliehen und sind zum Strand. Natürlich um 12 Uhr Mittags, sonst wäre es ja
langweilig. Nach 3km Fahrt hat sich dann die Strasse geteilt und wir haben uns
mal für links entschieden. Vorne weg – ziemlich geile Entscheidung.
Der Stand ist einfach mal der Hammer. Wir dachten echt, mehr
Klischee als auf Samoa geht nicht, aber es geht. Karibik in Mexico - unglaublich. Der Stand ist ungefähr so fein
wie Mehl und das Wasser perfekt warm. Also nicht Badewannenwarm, aber auch
nicht kalt. Einfach reinspringen und wohlfühlen.
Irgendwann um 18 Uhr sind wir dann zurück und haben für den
nächsten Tag zwei Tauchgänge in den Cenotes gebucht. Waren uns da zwar nicht so
ganz sicher, aber da das wirklich einmalig ist, wollten wir das unbedingt
machen.
Am nächsten Tag also um 7 Uhr aufgestanden, gefrühstückt und
zum Tauchshop. Dort haben wir noch Ausrüstung bekommen – inkl. Taschenlampe –
und dann gings los.
Die Cenote in der wir waren hiess Dos Ojos (zwei Augen).
Haben erstmal eine ziemlich lange Einführung von unserem Tauchguide Hairo
bekommen, was alles anders sein wird. Zum Beispiel ist im Meer Salzwasser und
in der Cenote Frischwasser. Die Sichtweite beträgt ca. 100m, im Meer ca. 30m.
Ausserdem taucht man hintereinander und – klar – man hat ziemlich oft ein Dach
über dem Kopf, weil man ja in das Höhlensystem reintaucht. ;-)
Klingt jetzt alles bissal gruselig – wars anfangs auch. Man springt in super klares Wasser und taucht
dann vom hellen „Becken“ in eine Höhle rein. Nach einiger Zeit gewöhnen sich
die Augen aber an die Dunkelheit und dann ist es einfach nur der Wahnsinn.
Die Beschreibung unseres Guides „es ist als würde man durch
eine Tropfsteinhöhle fliegen“ trifft es einfach mal perfekt. Das Ganze kann man
nicht besser erklären. Es ist eine riesige Tropfsteinhöhle voll mit Wasser. Die
Felsformationen sehen aus wie geschmolzenes Wachs und sind teilweise 6 – 8m
hoch. Und wir mittendrin :)
Der Zweite Tauchgang war dann noch etwas gruseliger. Die Höhle
war dunkler, man konnte nicht immer sehen, wo der Ausgang ist und das Wasser
war etwas kälter. Aber unser Guide hat gut aufgepasst und die Sicherheitsvorkehrungen
sind echt gut.
Es wird darauf geachtet, dass man immer genug Luft hat, es
ist immer ein Seil gespannt, das dir den Weg nach draussen zeigt und egal wo
man ist, man braucht max. 30 Sekunden bis man an der Oberfläche ist.
Danach waren wir noch mit Kevin, Johnny und Maria aus dem
Hostel am Strand. Die beiden Jungs wollten eigentlich 1 Woche in Tulum bleiben
und sind mittlerweile seit 3 Monaten hier. ;-) Sie haben sich einen Van gekauft und so
wie es aussieht werden sie wohl in den nächsten Tagen abreisen.
Nach einem Tag Pause waren wir nochmal tauchen und diesmal
war es noch besser. Zuerst waren wir in „Gran Cenote“, einer wunderschönen
Tropfsteinhöhle, die für ihre weissen Gesteinsformationen bekannt ist.
Die 2. Cenote
hiess „Carwash“ . Diesen Namen hat sie von den Tauchern bekommen, die dort zum
ersten Mal reinspringen wollten und einen Taxifahrer getroffen haben, der sein
Auto wäscht. :)
Wir dachten
im ersten Moment, dass wir wohl falsch sein müssen-bisher waren die Cenoten
immer glasklare Becken unter Felsüberhängen und diesmal standen wir vor einem
kleinem Tümpel. Der war voller Seelilien und Blätter und hat gerochen wie die
Stoiber am Ende vom Sommer...
Zuerst sind
wir eine Runde drumrum gelaufen um das KROKODIL zu finden! Wir waren uns nicht sicher,
ob wir irgendwo tauchen wollen, wo es wilde Krokodile gibt, aber Hairo hat uns
versichert, dass es „German Meat“ nicht mag und es war zum Glück auch nicht so
gross-ca 1,5m lang. :)
Sind also
doch rein und weil es grad so warm ist waren die ersten 2m total trüb und man
hat nicht mal mehr seine eigenen Flossen gesehen. Dann waren wir plötzlich
unter der Schicht und das war dann der Hammer! Super klares Wasser, grünes Moos
auf dem Boden und die Lilien sahen einfach nur toll aus! Die trübe Schicht über
uns sah im Sonnenlicht aus wie eine grüngelbe Wolke und hat das Ganze in
weiches Licht getaucht.
Wir haben
dann gleich eine ziemlich grosse Schildkröte gesehen, die sich aber vor uns im
Seegras versteckt hat. Sind in ein kleines Höhlensystem geschwommen und am
Schluss nochmal eine Runde im Tümpel um das Krokodil zu finden-haben wir aber
nicht. :)
Es ist schwer
diese Märchenwelt zu beschreiben, deshalb haben wir ein paar Fotos aus dem
Internet runtergeladen. Die Taucher sind natürlich nicht wir, aber das gibt
euch vielleicht eine kleine Vorstellung davon was wir so machen. ;-)
Am Abend war
dann tatsächlich Abschiedsparty von Kevin und Johnny und im Hostel ging es hoch
her. Es wurden immer mehr Gäste und komischerweise ist das Bier nicht
ausgegangen. :) Wir haben uns leider um 1 ins Bett verabschiedet, weil wir
ziemlich müde waren vom tauchen, aber wir wussten ja dass aus der geplanten
Abfahrt der Jungs eh wieder nix wird und wir sie auf jeden Fall nochmal sehen.
Aufgestanden sind sie dann um 16 Uhr und gefahren um 18 Uhr. Geplant war 10 Uhr
morgens... :)
Am Tag drauf
sind wir nach Coba gefahren. Das ist eine Maya-stätte im Dschungel und man kann
dort ein Fahrrad ausleihen und von einer Ruine zur nächsten fahren.
Das Wetter
war perfekt für diese Tour, weil es ziemlich bewölkt war. Sind also 2h durch
den Wald geradelt und dann auf die höchste Pyramide Nohoch Mul geklettert. Die
war verdammt steil und hoch. :)
Oben haben wir dann die Aussicht über den
Dschungel genosssen und unser Sandwich gegessen. Für Abwechselung haben die
verschiedenen Ab- und Aufstiegstechniken der anderen Touris (meist in
FlipFlops) gesorgt. ;-)
Ein Mädel
hat sich auf der dritten Stufe von unten schon so in die Hose gemacht, dass wir
uns ernsthaft gefragt haben was die denn da oben will? Sie hat dann auch kein
einziges Mal von oben runtergeschaut und ist Stufe für Stufe auf dem Hintern
wieder runter und hat dabei fast geheult... Naja.
Die letzten
Tage waren wir am Strand und haben gelesen.
Leider hat Matthias vom Tauchen in
den Cenoten eine kleine Ohrentzündung bekommen. Das ist aber nichts Schlimmes-gehört
hier zum Alltag der Höhlentaucher und liegt wohl an den fremden Bakterien im
Wasser. Jetzt gibts halt Tropfen und hoffentlich wirds bald besser damit wir
nochmal tauchen gehen können!
Unsere Pläne sind im Moment etwas unkonkret geworden. Viele
Leute sagen uns, wir müssen noch so viel anschauen, aber im Moment geniessen
wir es hier einfach. Das Essen ist ganz gut, die Unterkunft schön, der Strand
und das Tauchen sind der helle Wahnsinn! :)
Wenn wir von hier genug haben, fahren wir vielleicht noch
ein paar Tage auf die Isla Cozumel und am 28.05. fliegen wir von Cancun nach
Mexico City zurück.




Omg wie gruselig schön! ich würde mich da nicht rein trauen! mutig mutig- und wie schön braun ihr seid! <3
AntwortenLöschenJetzt folge ich euch und eurem Blog schon seit Monaten um die halbe Welt, mehr oder weniger neidvoll.Ist immer recht erfrischend kurz vor der Arbeit sich noch ein paar schöne Bilder anzuschauen.Doch die Strandbilder...Bleibt und geniest die Zeit, die Hektik kommt früh genug zurück, denn hier ist alles beim Alten und wird auch so bleiben.LG aus dem 'alten Lab' Sonja
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