An unserem
ersten Tag in der Wahnsinns-Stadt wollten wir es ruhig angehen lassen um uns
erstmal wieder an die Höhe zu gewöhnen. Sind also morgens zum Zocalo und in den
Touribus gestiegen. Die Fahrt dauert 3 bis 4h, ja nach Verkehr und kommt bei
allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei.
Das Wetter
war super, schön warm aber noch nicht soo heiss und der Bus war fast leer. Es
gab sogar einen Guide auf „deutsch“-hat sich teilweise zwar ein bisschen wie
holländisch angehört hat, aber egal! :) Sind also eine Runde durch die Stadt
gefahren, vorbei am „Engel der Unabhängigkeit“, dem „Torre Latinoamericano“(
lange Zeit das höchste Gebäude Südamerikas), die Paseo Reforma hoch bis zum
Chapultepec (die grüne Lunge der Stadt) und über die Viertel Zona Rosa und La
Condesa am „Palacio des Belles Artes“ vorbei zurück zum Zocalo.
In La Condesa,
einem Wohn- und Restaurantviertel sind wir ausgestiegen und haben uns aus den
zahlreichen Restaurants und Cafes eines ausgesucht und sehr lecker zu Mittag
gegessen. Danach sind wir erstmal ins Zimmer und haben uns etwas hingelegt-die
Hitze kam dann doch noch mit voller Breitseite und die dünne, trockene Luft hat
uns ziemlich zu schaffen gemacht.
Am 2.Tag
haben wir uns erneut in die Metro gewagt und sind zum Chapultepec-Park gefahren
und dort zum Museum für Anthropologie geschlendert. Der Park ist riesig, mit 2
künstlichen Seen und jede Menge Spazierwegen und vielen Museen. Am Wochenende
ist hier angeblich die Hölle los, weil ganz Mexico Stadt dorthin fährt um sich
zu erholen beim Tretbootfahren und dergleichen. :)
Das Museum
gehört zu den absoluten Pflichtbesuchen in der Stadt. Dort ist die Geschichte
des Landes von den Ureinwohnern bis zu der Hochkultur der Maya ausgestellt und
so ziemlich jede Tonschale die je in irgendeinem Tempel in Mexico gefunden
wurde. :) Ausserdem noch jede Menge Skulpturen, Alltagsgegenstände,
Grabbeigaben und der berühmte Kalenderstein der Maya.
Wegen dem
sind wir hauptsächlich hin-auf diesem Kalender ist angeblich „das Ende der
Welt“ verzeichnet, weil er am 21.12.2012 endet. Neben dem Stein stand dann auf
einer Tafel, dass es sich garnicht um einen Kalender handelt, sondern um einen
Altarschmuck und die Behauptung hält sich nur hartnäckig-Schade. :/ So oder so
war es ein verdammt fetter und beeindruckender Stein! :)
Danach sind
wir ins Viertel Polanco gefahren und haben einen super Hamburger gegessen und
dann wieder zurück ins Hostel. Am Abend haben wir uns mit Hugo getroffen-ein
Englischstudent aus Mexico City, den wir in Uxmal kennengelernt haben. Er hat
uns in ein Restaurant in einem tollen alten Gebäude geführt und wir hatten
einen sehr lustigen Abend und haben einiges über die mexicanische Lebensart
gelernt. :) Sehr interessant war die Tatsache dass es keine Führerscheinprüfung
gibt und dass die meisten Mexicaner so sehr im Moment leben, dass sie nix für
morgen sparen.
An Tag 3
waren wir Nationalpalast um uns die berühmten Wandgemälde von Diego Riviera
anzuschauen. Die Bilder zeigen die komplette Geschichte Mexicos von den
Indianern bis zur Revolution. Leider war die Hälfte der Bilder gesperrt, aber
dafür gab es eine temporäre Ausstellung über die spanischen Paläste und die war
auch ganz interessant.
Danach waren
wir nochmal eine Comida Corrida essen-ein letzter Versuch uns damit
anzufreunden. Es war wie immer nicht schlecht, aber der Vergleich „besseres
Kantinenessen“trifft es ganz gut. Naja, wir haben es zumindest versucht. ;-)
Dann haben
wir uns noch den Palacio des Belles Artes von innen angeschaut und waren ein
bisschen in den Geschäften unterwegs.
Nach einer
kleinen Siesta haben wir uns nach dem Abendessen auf den Weg zum „Torre
Latinoamericano“gemacht. Dieses Hochhaus war mit seinen 125m bis 2001 das
höchste Gebäude von Südamerika und man hat eine tolle Aussicht auf die Stadt.
Wir sind pünktlich zum Sonnenuntergang oben gewesen und es war echt toll!
Lichter bis zum Horizont, alles umgeben von Bergen und den 2 Vulkanen.
Tag 4 war ja
Matthias Geburtstag und wir wurden diesmal nicht wie sonst um halb 7 vom
Gelächter der Arbeiter im Hof geweckt wie an den letzten Tagen, sondern mit
„Backstreets back“ von den Backstreetboys in voller Lautstärke. Auch
schön...Danach war an Schlaf nicht mehr zu denken und wir haben uns nach einem
kleinen Frühstück im Hostel auf den Weg zum grössten Markt der Stadt gemacht. Dort sind wir eine Stunde relativ
orientierungslos durch die Gänge geirrt und haben und gewundert wie viele
verschiedene Limettensorten es doch gibt. :)
| Müllberg |
| Mülltrennung |
| und täglich wird der Bürgersteig gewischt |
Am
Nachmittag waren wir dann noch shoppen (4 T-Shirts für Matthias) und haben eine
letzte Torta gegessen-wer jetzt denkt das ist Kuchen, liegt komplett daneben.
Es ist eher mit einem Döner zu vergleichen: Eine Semmel gefüllt mit Fleisch,
Avocado und Tomate (wahlweise auch mit Käse, so wie immer in Mexico ;-) )
Und am Abend
nach dem BBQ im Hostel ging es dann endlich los zum Wrestling!! :)
Das war
Matthias Wunsch an seinem Geburtstag und wir haben uns schon seit 8 Wochen
drauf gefreut. Im strömenden Regen ging es zu zwölft zur Arena und als wir
reinkamen war der „Girlsfight“schon voll in Gange. 6 Frauen in verschiedenen
Kostümen haben sich ordentlich geprügelt, am konnte das Klatschen richtig hören
wenn sie sich gegenseitig geschlagen haben. Am Ende wurde die Cheeleaderin von
Catwomen besiegt :) und dann kam der erste richtige Kampf: Mexico gegen Japan. Es
gibt beim Wrestling immer eine „Technikecke“und eine „Rude-Corner“, also frei
übersetzt die „fiese Ecke“. :) Die Fiesen dürfen auch immer zu zweit auf den
Gegner losgehen und kämpfen eher unfair. Der Kampf ist erst vorbei wenn der
Captain geschlagen ist, allerdings weiss man immer nicht so ganz wer das ist.
Es war jedenfalls genauso wie ihr euch das vorstellt! Die Wrestler kamen mit
Musik und Rauch auf die Bühne in verschiedenen Kostümen und wurden von der
Menge johlend begrüsst. Die Namen waren eigentlich fast das Beste daran!
Diamante Azul, Shocker, Terrible, Tiger, Euphora um nur ein paar zu nennen. :)
Die Kämpfe
waren echt richtig akrobatisch, mit hohen Sprüngen und auch immer wieder neben
der Bühne. Es war einfach geil! Vor allem wie das Publikum das Geschehen
beeinflussen kann.
Am Besten
hat uns der dritte Kampf gefallen, weil da auch ein „gay fight“dabei war. Die
Kontrahenten waren: der schwule Maximo
(mit pinken Haaren und in einer kurzen Römertoga), Sombra (offensichtlich der
Publikumsliebling) und ein Typ in einem Spiderman-Kostüm. Die Gegner waren ein
Typ namens Mephisto mit Cowboyhut, ein Riese mit langen Zotteln namens Titan
und einer mit einer giftgrünen Maske. Am Lustigsten war es immer wenn Maximo,
der Schwule gekämpft hat! Er hat die Gegner gestreichelt und sich total affig gewehrt. Das Beste war als er
Titan, der einen Kopf grösser war ein Bussi gegeben hat-die Menge ist
ausgerastet und Titan war wirklich nicht begeistert. :) Beim 2.Bussi hat Titan
dann den Ring verlassen und hat klar zu verstehen gegeben, dass er unter diesen
Umständen nicht kämpft! :) Einfach sehr lustig!
Der letzte
Kampf war ein „Fight for the Hair“wie uns der Guide erklärt hat. Wir dachten
der heisst nur so, aber dem Verlierer „Black Warrior“wurden am Ende tatsächlich
die Haare vom Sieger „Königs Scorpion“abrasiert. Danach wurde er mit Halskrause
auf einer Trage rausgebracht-wir hoffen das hat zur Show gehört. :)
Leider
durften wir keine Kamera mit reinnehmen, deshalb haben wir nur ein paar
unscharfe Fotos auf dem Handy. Es war jedenfalls ein super lustiger Abend und
ein toller Abschluss fúr unsere Mexicoreise.
Um 6 Uhr
morgens ging es dann mit dem Taxi zum Flughafen und dort gab es dann zum ersten
Mal richtig Probleme beim Einchecken. Aus irgendeinem Grund konnte der Mann am
Schalter die ESTA-Registrierung von Matthias nicht finden. Und ohne die lässt
er uns nicht fliegen. Wir sind immer nervöser geworden und nach 15min war dann
der „Lösungsvorschlag“dass wir ins Hilton Hotel gehen um dort das Internet zu
benutzen und selber zu schauen wo das Problem ist. Ja. Spitzenvorschlag, der
Flughafen ist ja auch so klein und überschaubar...Wir sind dann ins nächste
Cafe gerannt, haben den Laptop angeschmissen und versucht die Registrierung zu
finden. Die war nicht auffindbar, obwohl wir ja vor 10 Wochen noch ihne
Probleme in die USA einreisen konnten. Als wir dann einen neuen ESTA-Antrag
ausfüllen wollten, kam die Meldung dass bereits einer existiert. Dann war sie
plötzlich doch da! Wir sind dann mit dem Laptop in der Hand zurück zum Schalter
und dann gings problemlos-wo jetzt genau der Grund des Problems davor lag
wissen wir nicht. Wir sind dann schnell durch die Sicherheitskontrolle und
rechtzeitig zum Boarding beim Gate angekommen.
War
jedenfalls alles nicht so lustig, ich dachte schon ich muss den Matthias in
Mexico lassen.
Der Flug mit
United war dann wiedermal alles andere als toll-diese Airline verdient es echt
nicht bei StarAlliance dabei zu sein! Verglichen mit Thai Airways, Air New
Zealand und Lufthansa ist der Service hier ein Witz! Selbst auf einem 5h Flug
gibt es nichts zu essen (man kann sich natürlich Cräcker für 7 Dollar
kaufen...), nur Getränke und TV kostet 8 USD! Und die Leute sind auch noch
super unfreundlich. Wir sind froh, dass das der letzte Flug mit United war!
Der
Landeanflug auf New York war dann sehr toll. Erst ewig über Waldgebiete und
dann war sie plötzlich da-die Skyline! :)
Nachdem wir
gemütliche 1,5h in der Schlange vor der Immigration verbracht hatten, sind wir
mit dem Taxi in unser Hotel gefahren. Das ist ziemlich cool-danke für den Tipp,
Johannes! :)
Jetzt sind
wir also tatsächlich bei unserem letzten Stop angekommen...die Nachspeise
sozusagen-und die lassen wir uns nochmal richtig schmecken! ;-)
Na, das war ja ganz schön spannend mit der Ausreise bzw. Einreise! Und jetzt der der Endspurt in NY. Da wünschen wir Euch nochmal gaaaaaaaanz viel Spaß und tolle Erlebnisse!
AntwortenLöschenBussi von Lupo & Clopper
Nun seit Ihr fast rum um die Erde. Ist es nicht ein wundervoller Planet? Wir freuen uns schon riesig auf Euch. Vorbereitungen laufen schon an. Die besten Wünsche für schöne Tage in N.Y.
AntwortenLöschenWir freuen uns auf lange schöne Abende beim grillen und ausführlicher Berichterstattung.
Nochmals ausgibige Umarmung, noch schöne Tage und einen ruhigen Rückflug
W&M